Direkt zum Inhalt

Ich bin kein Haudrauf

Die SPD-Forschungspolitikerin Manja Schüle über die Agentur für Sprunginnovation, den Standort-Streit und ihre Rolle als Abgeordnete in der Gründungskommission.

Bild
Artikelbild: Ich bin kein Haudrauf

Die promovierte Politikwissenschaftlerin Manja Schüle, seit 2017 im Bundestag, ist die einzige direkt gewählte SPD-Abgeordnete Ostdeutschlands und Mitglied im Bundestags-Forschungsausschuss. Foto: Karoline Wolf.

Frau Schüle, Sie sind direkt gewählte Abgeordnete für Potsdam und haben sich in der Gründungskommission der neuen Agentur für Sprunginnovation für Potsdam als Standort eingesetzt. Sehen Sie da einen Interessenkonflikt?

Nein, den sehe ich nicht. Ich bin nicht als Wahlkreisabgeordnete in die Kommission gewählt worden, sondern als Forschungspolitikerin und als stellvertretende Fraktionssprecherin für das Thema. Und ich habe mich gern engagiert, weil ich die Agentur für eine der wichtigsten innovationspolitischen Initiativen der Bundesregierung überhaupt halte.

In der Gründungskommission saßen nur zwei Abgeordnete, Sie für die SPD und der Stuttgarter Stefan Kaufmann für die CDU. Sie beide haben jeweils öffentlich für Ihren eigenen Wahlkreis als Sitz für die Agentur plädiert . Zufall?

Ich habe mich in der Presse erst geäußert, nachdem die Kommission Mitte Juli ihre Empfehlung beschlossen hatte, und zwar einstimmig. Die lautete: Berlin-Brandenburg soll Sitz der Agentur werden. In der Kommission saßen insgesamt zwölf Mitglieder. Das Argument, ich hätte da irgendwas im ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Di., 20.08.2019 - 12:44
Es zeichnet sich trotz gegenteiliger Behauptungen ab, dass der gute Herr Laguna sich noch über weitere Diskussionen über alles Mögliche mit der Politik freuen darf.

Was ich nicht verstehe ist, welchen Einfluß der Standort auf die Arbeit der Agentur haben soll. Da geht es doch eher um Prestige, also den Nutzen für den Standort, als umgekehrt.

Übrigens bin ich der Meinung, dass die Standortfrage per Los entschieden werden sollte.

#2 -

Key Pousttchi | Di., 20.08.2019 - 21:08
Man kann ja sowohl über das Konzept SprinD als auch über politische Entscheidungsprozesse, Regionalproporze usw. verschiedene Meinungen haben.



Aber wenn man denn so ein Konzept will und dafür viel Steuergeld in die Hand nimmt, muß es a) eine Erfolgschance, b) internationale Augenhöhe und c) maximale Vernetzung haben. So gut auch andere Standorte prinzipiell sein mögen und so "ungerecht" das erscheinen mag: Damit ist ein Standort fernab von Berlin eben auszuschließen.



Wenn man dort nicht in die Stadtmitte will, wo man neben einer Vielzahl von Einrichtungen untergehen (und vielleicht auch etwas zu nah an Lobby und Politik sein) könnte, drängt sich ...

#3 -

David J. Green | Mi., 21.08.2019 - 11:12
In ihrem Zusammenhang eingebettet ist die Aussage "[D]ie meisten der geförderten Projekte [müssen] zwangsläufig scheitern, […] weil Erfolge […] nur hin und wieder passieren. Genau darum ist es so wichtig, dass die Agentur auch weiterhin uns Forschungspolitiker hinter sich weiß, die sie im Zweifel schützen können, wenn Kritik kommt" ziemlich starker Tobak.

#4 -

Klaus Diepold | Mi., 21.08.2019 - 13:39
... was in mir die Frage triggert, anhand welcher Aspekte der Erfolg bzw. der Misserfolg der Agentur bemessen werden soll. Es kann ja kaum einen Freibrief für Misserfolg geben.

Irgendwo muss es bei dieser Aktion "Skin-in-the-Game" geben. Würde z.B. Frau Schüle ihre politische Karriere für die Agentur aufs Spiel setzen ... ? Welche Risiken ist Herr Laguna bereit für die Agentur auf sich zu nehmen?

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.