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Mehr digitale Chancengerechtigkeit!

Bald entscheidet sich, ob Schulen und Kitas noch länger geschlossen

bleiben. Doch je länger die Schüler online lernen sollen, desto

stärker drohen die weniger privilegierten Kinder zurückzufallen.

Ein Gastbeitrag von Jörg Dräger.

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Artikelbild: Mehr digitale Chancengerechtigkeit!

Foto: Pixnio .

CHANCENGERECHTIGKEIT IM BILDUNGSSYSTEM zu erreichen, ist in Deutschland nach wie vor eine der größten Herausforderungen. Der Bildungserfolg hängt stark von der sozialen Lage der Kinder ab; in der noch weit verbreiteten Halbtagsschule spielt der familiäre Hintergrund und die Unterstützung durch die Eltern am Nachmittag eine erhebliche Rolle für den Schulerfolg.

In der Corona-Krise gewinnt die familiäre Herkunft nochmal an Bedeutung: Die Schüler:innen sollen sich im Homeschooling, unterstützt durch ihre Eltern und mit Hilfe von digitalen Lernmaterialien, Schulstoff erarbeiten und vertiefen. Die Schere zwischen Kindern aus benachteiligten und privilegierteren Schichten droht sich dabei weiter zu öffnen. Die Frage nach digitaler Chancengerechtigkeit muss jetzt stärker in den Fokus rücken. Wir von der Bertelsmann Stiftung haben dazu ein paar Daten und Fakten zusammengetragen.

Nicht alle Familien haben digitale Endgeräte

Beim Homeschooling benötigen die Schüler:innen digitale Endgeräte, um ihre Lernaufgaben entsprechend zu bearbeiten. Ein Handy reicht aber für die meisten digitalen Lernangebote nicht aus. Notwendig sind ein größerer Bildschirm sowie ein höherer Funktionsumfang. Für viele ...

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Kommentare

#1 -

Oliver Locker-… | Do., 09.04.2020 - 12:32
Zustimmung!

In der Tat besteht nunmehr die Gefahr, dass Kinder aus „bildungsfernen Schichten“ noch stärker abgehängt werden als ohnehin schon. Alle Studien hierzu prognostizier(t)en Deutschland dies ohnehin seit Jahren. "Priviligierte" und entsprechend digital ausgestattete Elternhäuser bieten ihren Kindern genügend Möglichkeit und Denkraum, nicht abgehängt zu werden. Aber die Anderen?



Daher: disruptiv Denken und Handeln - gerade jetzt.

Die Idee: wenn Schule wieder „hochfährt“ werden diese sicherlich nicht direkt mit voller Klassenstärke starten. Warum bieten wir nicht dann die Chance, „schwachen“ Schüler*innen eine deutlich bessere Betreuung (1:5 vllt) als üblich, damit diese das Verpasste aufholen können und vielleicht sogar erst Recht ...

#2 -

Working Mum | Fr., 10.04.2020 - 22:13
Tatsächlich müssten dabei nicht nur die "Bildungsbürger*innen" mitmachen, sondern insbesondere deren Arbeitgeber*innen. Denn längeres Homeschooling bedeutet auch längeres Homeoffice.

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