Stark-Watzinger will repräsentatives Corona-Monitoring vorantreiben
Die Forschungsministerin sieht im Gegensatz zu Gesundheitsminister Lauterbach einen Mangel an Daten zur verlässlichen Pandemiebeobachtung – und lässt mögliche Studien explorieren.
DAS BUNDESGESUNDHEITSMINISTERIUM von Karl Lauterbach (SPD) sieht wie gestern berichtet auch künftig keine Notwendigkeit zu einem Corona-Panel, das regelmäßig bevölkerungsrepräsentative Daten über die Infektionslage liefern würde. Seine Antwort auf eine parlamentarische Frage aus der Linksfraktion hatte das Ministerium freilich so formuliert, als gelte diese Einschätzung für die gesamte Bundesregierung. Jetzt zeigt sich immer deutlicher: Das stimmt so nicht.
Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hatte gestern gesagt, sie sei davon überzeugt, dass zusätzlich zu den Meldungen von Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitsämtern Daten repräsentative Bevölkerungsstudien zu Corona nötig seien. "An der wissenschaftlichen Begleitung solcher Studien könnte sich auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligen. Deshalb möchte ich darüber mit Wissenschaftlern ins Gespräch kommen."
Was genau aber soll das bedeuten? Aus dem BMBF heißt es dazu heute, man sei bereits dabei, das zu diesem Zweck am besten geeignete wissenschaftliche Format zu identifizieren. Es könne sich dabei um eine neu aufgelegte Untersuchung handeln oder aber um die Einbindung in bestehende Kohorten wie die NAKO Gesundheitsstudie. Auf regionaler Ebene käme auch die sogenannte Rheinland-Studie in Frage.
Die NAKO ...
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