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Die entscheidenden Jahre für die DDR-Forschung sind genau jetzt

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der SED-Diktatur braucht eine langfristige Perspektive. Sie zu schaffen, ist Aufgabe der Bundesforschungsministerin. Ein Gastbeitrag von Lars Rohwer.

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Artikelbild: Die entscheidenden Jahre für die DDR-Forschung sind genau jetzt

Lars Rohwer , Jahrgang 1972, ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Seit 2021 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und zuständiger Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Thema DDR-Forschung. Foto: Frank Grätz.

IMMER WIEDER treffe ich in meinem beruflichen und privaten Umfeld auf Menschen, die in der DDR aufgrund von Fluchtversuchen, Bespitzelung oder Auflehnung gegen das System Leid und Unrecht erfahren haben. Die Folgen wirken bis heute nach. Die DDR war ein Unrechtsstaat. Als Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung ist es mir daher ein besonderes Anliegen, dass die Geschehnisse und Taten dieses Unrechtsstaats weiter erforscht und bekannt werden.

33 Jahre nach der friedlichen Revolution stehen wir bundesweit, aber auch in den einzelnen Bundesländern noch am Anfang der Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Wir brauchen diese Aufarbeitung aber, um die gesellschaftspolitischen Folgewirkungen verstehen und die Vermittlungsangebote verbessern zu können. Die Hochphase der DDR-Forschung ist genau jetzt. Wir müssen die Zeitzeugenberichte mit Psychologen, Soziologen und Historikern für die Forschung begleiten. Jetzt können wir noch erfolgreich Aufarbeitung betreiben. Diese Zeitzeugenberichte bergen ein ...

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Kommentare

#2 -

Thomas Rother | Do., 05.10.2023 - 12:00
„33 Jahre nach der friedlichen Revolution stehen wir bundesweit, aber auch in den einzelnen Bundesländern noch am Anfang der Aufarbeitung der DDR-Geschichte.“ Das ist doch Unfug! In den letzten 33 Jahren wurden unzählige Forschungsprojekte zur DDR durchgeführt. Die Forschungslandschaft ist sogar so reichhaltig, dass es Forschung über die DDR-Forschung gibt. Mit dem Institut für Zeitgeschichte in München und Berlin, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam oder dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden gibt es öffentliche Einrichtungen, in denen seit den 1990er Jahren der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn zur DDR gefördert wird (und diese Aufzählung ist nicht abschließend).

Als Bundestagsabgeordnetem stehen Herrn ...

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