Eine Akademie für bedrohte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Der Bundestag berät einen großen Ampel-Antrag zur Internationalisierung der Wissenschaft. FDP-Wissenschaftspolitiker Stephan Seiter sagt, welches Signal die Koalitionsfraktionen damit setzen wollen – und was ihm ein persönliches Anliegen ist.

Stephan Seiter , 60, ist seit 2021 FDP-Bundestagsabgeordneter und Sprecher seiner Fraktion für Forschung, Technologie und Innovation. Vorher war er Professor für Volkswirtschaftslehre an der ESB Business School der Hochschule Reutlingen. Foto: DBT/Stella von Saldern.
Herr Seiter, die Ampelfraktionen haben einen umfangreichen Antrag zur Internationalisierung von Wissenschaft und Hochschulbildung in den Bundestag eingebracht, der voraussichtlich bereits am heutigen Mittwoch im Plenum debattiert wird. Wie passt der in die Zeit der Kriege, Konfrontationen und des gegenseitigen Misstrauens?
Er passt genau in diese Zeit einer neuen geopolitischen Lage. Es geht um Offenheit im Bewusstsein der Risiken. Eine interessengeleitete Internationalisierung, wie wir sie in dem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und FDP fordern, bedingt, dass die Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen mehr professionelle Unterstützung und Beratung erhalten im Umgang mit Staaten, die es mit der Wissenschaftsfreiheit nicht so genau nehmen. Zugleich wollen wir verdeutlichen, dass Deutschland offen bleibt für internationale Forschende, die zu uns kommen möchten. Wissenschaftlicher Protektionismus, das Abschotten und Abschneiden von Forschungskooperationen, wie manche Leute es fordern, kann keine Antwort sein auf ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Neuen Kommentar hinzufügen