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Das geht anders

Die Lehrerbildung befindet sich inmitten des größten Umbruchs seit vielen Jahren. Aber schaffen es die Kultusminister, ihren Reformen eine stimmige und gemeinsame Richtung zu geben? Die Ständige Wissenschaftliche Kommission der KMK präsentiert dazu ihr lange erwartetes Gutachten.

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Artikelbild: Das geht anders

Foto: Katerina Holmes, Pexels .

LANGE GEPLANT kommt das Gutachten jetzt mit einer Aktualität, die man sich gar nicht hat wünschen können: Drei Tage nach Bekanntgabe der historisch schlechten deutschen PISA-Ergebnisse veröffentlichte das wichtigste wissenschaftliche Beratungsgremium der Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitagmittag seine Empfehlungen "zur Lehrkräftegewinnung und Lehrkräftebildung für einen hochwertigen Unterricht". Zuvor hatten die 16 Experten der Ständigen Wissenschaftlichen hin Kommission (SWK) ihr Gutachten in vertraulicher Runde den Kultusministern vorgestellt.

Die Vorschläge der SWK kommen auf den ersten Blick teilweise wenig radikal daher, doch würde ihre Umsetzung die Schulen in Deutschland nachhaltig verändern – und die KMK gleich mit.

Insgesamt elf Empfehlungen umfasst das Gutachten, sortiert nach vier Kapiteln. Mit die wichtigste Forderung: Es muss endlich eine vernünftige Datenbasis her. Denn bislang ist die KMK noch jedesmal von der Entwicklung der bundesweiten Schülerzahlen überrascht worden, auch hat sie die Änderungen der bildungspolitischen Rahmenbedingungen (etwa den Ausbau von Inklusion oder Ganztagsschule) nie ausreichend in ihren Modellierungen abgebildet. Im Gegensatz etwa zu den Prognosen, die der Essener Bildungsforscher Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellt hat und die fast immer näher an den tatsächlichen Lehrerbedarf herankamen.

"Sonst kommen wir nie zu einer verlässlichen Prognose"

Warum? Lange hatte die KMK ihrer Modellrechnungen zu selten aktualisiert, das immerhin hat sie inzwischen abgestellt und sammelt die Rückmeldungen der Bundesländer in jährlichem Abstand (allerdings ist aktuelle Veröffentlichung weit überfällig). Doch ändert ...

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Kommentare

#1 -

Hanna | Mo., 11.12.2023 - 10:35
Die Vorschläge der KMK enthalten in vielerlei Hinsicht wichtige und richtige Schritte zur Verbesserung der Lehrerbildung.



Die Absage an ein duales Studium halte ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Lehramtsausbildung aber für falsch. Etwa ein Drittel unserer Studierenden arbeitet zusätzlich zum Studium bereits in der Schule. Es wäre motivierend, den Studierenden bereits von Studienjahr eins an Kontakt mit dem Beruf zu ermöglichen. Auch aus lerntheoretischer Sicht ist es förderlich, Bezüge zwischen Studienwissen und Berufspraxis unmittelbar herstellen können. Das häufige Monieren der Praxisferne des Studiums besteht ausdrücklich nicht in der fehlenden Anwendungsorientierung der Lehre sondern im Fehlen durchgängiger berufspraktischer Studienanteile. Dänemark ...

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