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Eine Chance für die Quote?

In Hessen einigen sich Land und Gewerkschaften auf eine bundesweit einzigartige Regelung zum Ausbau von Dauerstellen an Hochschulen. Was das für die WissZeitVG-Debatte bedeuten könnte.

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Artikelbild: Eine Chance für die Quote?

Bild: Alexa / Pixabay.

SCHWER ZU SAGEN, was aus der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) wird. Damit meine ich nicht die Frage , ob der Gesetzentwurf nun am 27. März ins Kabinett kommt, am 10. April oder später. Ich meine auch nicht die Unsicherheit, ob mit der Einigung von BMBF, BMWK und BMAS, sich nicht einig zu sein , die Ressortabstimmung faktisch abgeschlossen ist oder das Kanzleramt oder ganz wer anders noch einmal dazwischengrätscht. Wirklich spannend wird es wieder, sobald die Novelle im Bundestag aufschlägt. Weil dann die Abgeordneten von SPD und Grünen im Zugzwang sind zu beweisen, dass sie all ihre Widerworte gegen den BMBF-Plan vor allem zur Postdoc-Befristungsgrenze ernstgemeint haben. Und weil völlig unklar ist, ob sich dadurch eine andere Lösung eröffnet oder es das Ende der Novelle insgesamt, zumindest in dieser Legislaturperiode, bedeutet.

Dass die Heilserwartungen an eine auch wie immer geartete Ausformulierung dieses Bundesgesetzes gelegentlich übertrieben sind, ist immer wieder, auch in diesem Blog, geäußert worden. Gleich welche Befristungsregeln es am Ende werden, sie werden wirksam ...

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Kommentare

#1 -

Daniel Behruzi… | Di., 19.03.2024 - 09:29
Vielen Dank für diesen Beitrag! Wir hatten von ver.di zunächst tatsächlich eine Quote gefordert - mindestens 35% unbefristete Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau insgesamt. Das Ministerium wollte sich nur auf absolute Zahlen einlassen, was wir akzeptiert haben. Wir hätten uns natürlich einen stärkeren Ausbau gewünscht, sind mit diesem Durchbruch dennoch als ersten Schritt zufrieden. Weitere Einschätzungen finden Sie hier: https://gesundheit-soziales-bildung.verdi.de/themen/befristung-in-der-wissenschaft/++co++aa73d7be-e2e6-11ee-b50c-af32be04a258

#2 -

Anonymer Leser | Di., 19.03.2024 - 19:53
Ich bin gespannt, wie die Hochschulen das finanziert bekommen. Der im aktuellen Pakt vereinbarte Ausbau ist ja nicht mit Finanzmitteln unterlegt.
Herr Behruzi:
Die Vereinbarung zu den HiWis (12 Monate Anstellungsdauer, mind. 10 Stunden pro Woche, Ausschreibungspflicht) wird dazu führen, dass es Anzahl und Gesamtumfang der Hiwi-Tätigkeiten stark abnehmen werden, zum Nachteil aller Beteiligten.

#3 -

Erwin Koslowski | Mi., 20.03.2024 - 10:26
Zum Nachteil aller Beteiligten? Als studentische Hilfskraft mit mehr Planungssicherheit mehr Lohn für weniger Arbeitszeit zu erhalten ist doch eher ein Vorteil. Lohnerhöhungen und arbeitsrechtliche Verbesserungen als Nachteile für ALLE Beteiligten verkaufen zu wollen, hat auch so ein Geschmäckle.

#5 -

Gorgon Z. | Mi., 20.03.2024 - 13:15
Der Schlüssel liegt in der Steigerung der Regelhaushalte der hessischen Hochschulen. Man muss kein Insider sein, um zu wissen, dass (vermutlich nicht nur in Hessen) eine enorme Lücke zwischen Aufgaben und Finanzierung besteht. Das Land will mehr entfristete Stellen, die Hochschulen sollen immer mehr leisten – aber die Finanzierung zieht nicht nach oder erfolgt nur projektförmig auf Zeit. Und in dieser projektförmigen Förderung sollen die Hochschulen dann Zusicherungen zur nachhaltigen Weiterführung bzw. Finanzierung der Projekte und Stellen machen – aber der "eingefrorene" Regelhaushalt lässt das ja gar nicht zu. Oben drüber entsteht dann ein projektförmiges Geschäft für (zukünftige) Daueraufgaben, das ...

#6 -

Anonymer Leser | Mi., 20.03.2024 - 22:35
Lieber Herr Koslowski,
Mehr Lohn: das meinte ich nicht.
Weniger HIWI-Verträge wegen weltfremder Bedingungen: Nachteile für Alle
Das ist die Realität und hat kein Geschmäckle.

Lieber Herr Gorgon Z.,
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