"BMFuTuR" und der Glanz des Bestehenden
Bei ihren ersten großen Auftritten als Ministerin verspricht Dorothee Bär die Verstetigung eines Programms, das längst dauerhaft beschlossen ist.

Gute Laune: Dorothee Bär (rechts) am Abend der Bundestagswahl , neben ihr Karin Prien, die inzwischen Bundesbildungsministerin ist. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons , CC BY-SA 4.0 .
ZUGEGEBEN, das ist originell: die sperrige Abkürzung von Dorothee Bärs neuem Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, BMFTR, mit einem Aussprachehinweis zu versehen: "BMFuTuR", per Hashtag verbreitet in den sozialen Medien und von der Ministerin persönlich bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit.
Lust auf Zukunft machen will die CSU-Politikerin, und tatsächlich scheint der Euphoriefunken überzuspringen. So sehr, dass Bär vergangene Woche sogar die Verstetigung eines Programms ankündigen konnte, das in Wirklichkeit schon vor Jahren auf Dauer gestellt wurde – und trotzdem Zustimmung und Schlagzeilen damit auslöste, auch in diesem Blog.
Es war am Dienstag, als sie die Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz besuchte, natürlich vom "BMFuTuR" sprach und ihre Feststellung, die Hochschulen seien "das Rückgrat des Innovationsstandorts Deutschland", mit einem Bekenntnis zur Fortsetzung der Exzellenzstrategie verband. Und mit der Ansage, ihr Ministerium wolle den "Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken" (ZSL) verstetigen.
Inszenierung mit Signalwirkung
Womit Bär scheinbar sogar über den ...
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