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Aufbruchstimmung, aber leise

Wie Bund und Länder die Trendwende in der Bildungspolitik verhandeln und dabei zwischen großen Worten, geschützten Räumen und der Suche nach Verbindlichkeit balancieren.
Vogelperspektive mehrere Kinder malen eine Sonne mit Strassenkreide.

Bild: freepik.

DAFÜR, DASS BUND UND LÄNDER strikte Vertraulichkeit vereinbart haben, um, wie es heißt, in einer "geschützten Atmosphäre" verhandeln zu können, wird doch ziemlich viel nach außen kommuniziert nach der Klausurtagung der Staatssekretärinnen und Staatssekretäre mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der Berliner Wannseeinsel Schwanenwerder .

"Gemeinsamer Arbeitsprozess von Bund und Ländern anlässlich des IQB-Bildungstrends 2024" heißt das Vorhaben. Betont bürokratisch-nüchtern angesichts des flammenden Plädoyers, mit dem Bundesbildungsministerin Karin Prien ihn nach dem weiteren bundesweiten Absturz der Schülerleistungen im Oktober angestoßen hatte.

Von einer nationalen Kraftanstrengung im Schulterschluss aller Verantwortlichen und einem "Paradigmenwechsel", der jetzt nötig sei, hatte die CDU-Politikerin damals gesprochen – von einem "kollaborativen Arbeitsprozess, orientiert an gemeinsamen Bildungszielen anstelle von Verantwortungsdiffusion". Die Anleihen zu dem ihr noch zu Zeiten als Landesministerin mit zwei damaligen Kolleginnen verfassten Positionspapier "Bessere Bildung 2035“ waren deutlich . "Sehr froh" sei sie, sagte Prien weiter , dass die Länder sofort auf ihr Angebot eingegangen seien. Und weiter: "Wir wissen ziemlich genau, was zu tun ist."

Die rhetorische Bremsspur danach war deutlich. Hatte Prien im Oktober noch ...

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Kommentare

#1 -

Klaus D. Lubjuhn | Do., 05.02.2026 - 10:36

Bildungspolitik - Weil Bildung politisch aufgeladen ist, heißt es Bildungspolitik. Föderale Bildungspolitik ist länderpolitisch aufgeladen. Das macht Debatten, Absprachen zwischen den parteipolitisch besetzten Kultusministerien zu einer hochpolitischen Herausforderung. Stichwort gesellschaftspolitische Bildungsziele, vertreten v.a. durch die zuständigen - aber recht  unterschiedlich benannten Fächer, die die politisch opportune Integration in die bundesrepublikanische Gesellschaft(en). betreffen. Mal nennt man das Sozialkunde, Gesellschaftswissenschaften etc. Der Strauß von Benennungen ist groß und wächst weiter. Schließlich geht es im Blick auf die Zusammensetzung der Schülerschaft auch und immer mehr um Integration, Inklusion von jungen Menschen nicht - deutscher Herkunft, deren Deutschkenntnisse eher fragmentiert sind, deren soziokulturelle Sozialisation ...

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