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Die Chance nach dem Befund

Die neue UNICEF-"Report Card" zeigt erneut, wie verlässlich Deutschland benachteiligten Kindern schlechtere Chancen zumutet. Zugleich gibt es erstmals seit Langem eine realistische Möglichkeit, daran etwas zu ändern.
Alter Schulranzen auf einer Parkbank.

Bild: KI-generiert.

MAN KANN NICHT BEHAUPTEN, dass diese Nachricht keinen interessiert hätte. Zum 20. Mal hat UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, seine "Report Card" verteilt , 37 wohlhabenden Ländern ihr Zeugnis ausgestellt. Wie gut gelingt es ihnen, das Wohlbefinden ihrer Kinder zu gewährleisten, definiert anhand einer Vielzahl von Aspekten und Indikatoren? Und erneut sind die Ergebnisse für Deutschland irgendwo zwischen ernüchternd und beschämend. Platz 25 von 37. Hinter den Top-Performern Niederlande, Dänemark, Frankreich, Portugal und Schweiz. Aber auch hinter Litauen, Rumänien, der Slowakei, Tschechien oder dem Vereinigten Königreich.

"Deutschland tritt permanent gegen seine Kinder an", kommentiert die Süddeutsche Zeitung . "Deutschland wieder weit abgeschlagen", schreibt die taz . "Ergebnisse alarmierend: Studie: Deutschland bei Kindeswohl unter dem Durchschnitt", meldet ZDFheute . Und die WELT verdichtet die Bildungsbefunde zur Diagnose einer "fatalen Tradition der sozialen Selektion".

Die Schlagzeilen spiegeln die Befunde.

Die Wissenschaftler des UNICEF-Forschungsinstituts Innocenti haben aktuelle Forschungsergebnisse und Statistiken zu einer Gesamtanalyse zusammengeführt, wie wirtschaftliche Ungleichheit mit kindlichem Wohlbefinden zusammenhängt: anhand von sechs Indikatoren, aufgeteilt auf die ...

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