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Was heißt hier schnell und unbürokratisch?

Die Ampel will Studierenden einmalig 200 Euro Energiezuschuss zahlen. Doch kann sie das Versprechen baldiger Hilfe überhaupt halten?

FÜR DEN STUDIERENDENVERBAND fzs sind sie nur "ein Tropfen auf dem glühend heißen Stein" und "ein netter Versuch, Studierende abzuspeisen". 200 Euro pro Student:in und Fachschüler:in haben die Ampel-Spitzen im gestern vorgestellten 65-Milliarden-Maßnahmenpaket des Bundes vorgesehen, um die Preisexplosion bei Strom und Gas abzufangen. "Mit 30 Prozent in Armut lebenden Studierenden, stetiger Inflation, ins absurde steigenden Mieten spitzt sich die aktuell ohnehin schon prekäre Lage dramatisch zu", sagt fzs-Vorstandsmitglied Matthias Konrad. "Da wirkt eine einmalige Zahlung von 200 Euro wie ein schlechter Witz, nachdem Studierende ohnehin schon in den letzten zwei Paketen vergessen wurden."

Ein wenig positiver fällt die Reaktion des Studierendenwerke-Dachverbands aus. "Nachdem vom einmaligen Heizkostenzuschuss nur BAföG-Empfänger/innen – und damit lediglich 11 Prozent der Studierenden profitiert haben –, soll diese Pauschale nun explizit an alle Studierenden gehen", sagt Matthias Anbuhl, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). "Das ist ein wichtiger Baustein; weitere müssen folgen. Denn das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht." Als weitere Bausteine fordert Anbuhl unter anderem, "nach dem Vorbild Österreichs" die BAföG-Sätze der Inflation anzupassen und anzuheben und einen jährlichen Inflationsausgleich ...

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Kommentare

#1 -

EmCe² | Mo., 05.09.2022 - 19:12
Über eine zu gering ausgeprägte Nackenmuskulatur kann man sich als Mitarbeiter einer Hochschulverwaltung nicht beklagen - sie wird aktuell gut trainiert, durch ausgiebiges Kopfschütteln. Kaum haben die Studierendensekretariate die Welle des "9-Euro-Tickets" überstanden, da naht bereits die Nächste.

Alleine schon dieses Beispiel des zweitweise verbilligten ÖPNVs bei bestehenden Ticket-Verträgen zwischen den ASten und den Verkehrsverbünden hat zu bislang unbezifferten Aufwänden geführt - für die sich bislang niemand interessiert hat. Von der Frage "Wie soll das alles gehen?" bis hin zu den Details wie "Wie setzen wir unseren Plan hier eigentlich mit dem vorhandenen Campusmanagement um?" stand man plötzlich da. So ...

#2 -

PB | Di., 06.09.2022 - 02:56
Wie wäre es denn, mit, "ja, wir schaffen das"...!

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!



Man hat es z.B. nach dem Fall der Mauer innerhalb kürzester Zeit geschafft, 3 Millionen damaligen noch DDR-Bürgern 100 DM Begrüßungsgeld bar auszubezahlen. Warum nicht auch wieder für Studierende? Es sind auch nur 3 Millionen Studierende...*



Alternativ würde sich an den Hochschulen wirklich die Abwicklung über die Immatrikulationsgebühren bzw. die bekannten Konten anbieten. Das sollte automatisiert ohne viel Aufwand machbar sein. Wer vergessen wird, muss sich an eine Clearingstelle der Uni wenden. Der Bund gibt Geld an die Landesregierungen.



*Aus Wikipedia:



"Die Auszahlungsweise ...

#3 -

die Verwaltung | Di., 06.09.2022 - 14:17
"Einfach nur mal (vorher!) jemanden fragen, der sich damit auskennt. Über seinen eigenen Schatten springen und einfach mal einen Rat einholen, der einen wohlmöglich hätte schlauer machen könnte. Idealerweise, bevor es beschlossen und verkündet wird."



Tja, diesen Rat möchte die Politik doch gar nicht haben! Es geht nur darum, eine öffentlichkeitswirksame Aktion zu haben. Wenn es sich hinterher dann nicht umsetzten lässt, kann man immer noch auf die Verwaltung schimpfen und sich mit seiner tollen Idee brüsten.

#4 -

HV Finanzabteilung | Mi., 07.09.2022 - 14:31
zu #2: von welchen "über die Immatrikulationsgebühr bekannten Konten" sprechen Sie? Diese werden im Rechnungswesen der Hochschule nicht gespeichert. Es handelt sich um GeldEINGÄNGE! Außerdem geht es die Hochschule auch gar nichts an, von welchem Bankkonto Studierende ihre Gebühren überweisen (Datenschutz!).

zu #1: die Bankkonten der Studierenden wurden bei uns wegen der 9-Euro-Rückzahlung separat erhoben (!!!) um die zigtausend Buchungen durchführen zu können. Verrechnungen habn wir nicht vorgesehen. Das bedeutet, die Daten wären "zufällig" gerade im Hause ...

Neuer Gedanke: Aufbuchen auf die StudentCards? (Da lehne ich mich aber gerade raus, weil die StudentCards nicht über die Finanzabteilung laufen).

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