Direkt zum Inhalt

So grundlegend wie das Einmaleins

Die Ständige wissenschaftliche Kommission der KMK präsentiert ihre Empfehlungen für eine hochwertige Demokratiebildung in den Schulen. Was folgt daraus für den Fachunterricht und für die Schulentwicklung? Eine fordernde Stellungnahme inmitten der Demokratiekrise.

Bild
Artikelbild: So grundlegend wie das Einmaleins

Foto: Pxhere , CCO.

"WIE WICHTIG DEMOKRATIEBILDUNG IST, sehen wir jeden Tag", sagt die Berliner Schulpädagogik-Professorin Felicitas Thiel. Deshalb hat die Ständige Wissenschaftliche Kommission (SWK) der Kultusministerkonferenz, deren Ko-Vorsitzende Thiel ist, jetzt eine umfangreiche Stellungnahme erarbeitet. Sie lag dem Wiarda-Blog exklusiv vorab vor.

76 Seiten, die aufzeigen sollen, welch zentrale Rolle die Schulfächer Geschichte und Politik einnehmen, damit Kinder und Jugendliche zu selbstbestimmten, politisch entscheidungsfähigen Bürgern heranreifen können. Und was daraus für diese Fächer folgen sollte. Doch, betonen die 16 Forscher, die die Bildungspolitik beraten, damit Demokratiebildung in der Schule gelingen kann, brauche es noch mehr. "Nehmen Sie den Krieg in Nahost", sagt Thiel. "Die Konflikte zwischen den Schülern warten nicht, bis der Fachunterricht anfängt, sie sind eine Angelegenheit der gesamten Schule." Genauer: eine Angelegenheit der Schulfächer und der Schule als Lebensort.

Sieben Empfehlungen hat die SWK formuliert. Die erste und irgendwie auch erwartbarste für ein Gremium voller Bildungswissenschaftler: So, wie es die Hauptfächer wie Deutsch, Mathematik, Englisch oder die Naturwissenschaften längst haben, so brauche es auch für die Demokratiebildung in Geschichte und Politik genau definierte und verbindliche Kompetenzziele . Auf die, fordert die SWK, sollten alle Bundesländer sich verständigen auf der Grundlage vorliegender bildungswissenschaftlicher Kompetenzmodelle und unter Einbeziehung der Fachgesellschaften für die Didaktik der Geschichte und ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

Ruth Himmelreich | Do., 11.07.2024 - 11:20
"Demokratiebildung" wichtiger als Rechtschreibung und das kleine Einmaleins - wirklich? Wer nicht lesen, schreiben und rechnen kann, der glaubt jeden Blödsinn auf einem Tiktok-Kanal. Da helfen dann auch keine Kompetenzziele zur Demokratiebildung in Bildungsplänen.

#2 -

Rüdiger Schleckmund | Do., 11.07.2024 - 14:50
#1: In dem Beitrag habe ich nicht gelesen, daß Demokratie-
Bildung wichtiger als Rechtschreibung und kleines Einmaleins sei. Davon abgesehen, werte Frau Kollegin, haben Sie natürlich Recht mit der Implikation betreffs Unfug auf TikTok-Kanal. Kompetenzziele helfen freilich auch nicht wirklich beim Lesen, Schreiben und Rechnen. Meines Erachtens geht es um echte Fertigkeiten bei diesen grundlegenden Dingen.

#3 -

Leif Johannsen | Do., 11.07.2024 - 19:06
Eine Ganztagsschule an fuenf Wochentagen sollte eigentlich genuegend zeitlichen Spielraum bieten, um Demokratiebildung auf verschiedene Weisen einzuueben. Es muesste also gar nicht zwischen Deutsch/Englisch, Mathe und Sport etc. sowie Demokratiebildung abgewogen werden. Wie heisst es so schon: "wo ein Wille, da auch ein Weg".

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.