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Happy to do so

SPRIND goes Europe? Könnte die deutsche Bundesagentur für Sprunginnovation eines Tages für ganz Europa zuständig sein? Ein Interview über den Draghi-Report, eine besondere Form der Selbstbewerbung – und den Wettbewerb der Förderagenturen.

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Artikelbild: Happy to do so

Rafael Laguna de la Vera wurde 2019 von der Bundesregierung zum Gründungsdirektor von SPRIND, der Bundesagentur für Sprunginnovationen der Bundesrepublik Deutschland, berufen. Foto: SPRIND GmbH.

Herr Laguna, der frühere EZB-Chef Mario Draghi warnt in seinem " Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union " vor den Folgen der europäischen Innovations- und Wachstumsschwäche. Europa habe die Chancen der digitalen Revolution größtenteils verpasst und sei schwach aufgestellt bei neuen Technologien. Erzeugt man in Europa Aufbruchstimmung nur über die Angst vor dem Abstieg?

Ich finde den Report hervorragend. Draghi hat seine Finger in die richtigen Wunden gelegt. Und Ursula von der Leyen hat sehr klug agiert, indem sie sich gleich zu Beginn der neuen Amtsperiode einen Katalog hat aufstellen lassen mit den drängendsten Maßnahmen. Noch dazu von einem Technokraten wie Draghi, der jeder Politisierung unverdächtig ist. Sein Team hat in den vergangenen Monaten viele Gespräche geführt. Auch wir konnten unseren Input liefern und sind froh, jetzt ein europäisches Dokument zu haben, auf das wir uns in der ...

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Kommentare

#1 -

Innovator | Di., 01.10.2024 - 13:36
SPRIND wäre gut beraten, sich erst einmal selbst echte Erfolge zu erarbeiten. Damit sieht es nach fast sechs Jahren äußerst mau aus. Das immer wieder als Musterbeispiel von SPRIND bemühte Höhenwindrad bauen seit langem andere; SRIND ist da spät auf den fahrenden Zug gesprungen:



https://www.gicon.de/aktuelles/artikel/items/grundsteinlegung-fuer-das-gicon-hoehenwindrad



Der durch SPRIND hier geschaffene Mehrwert liegt bei Null: Vorher wurde Gicon durch das BMWK gefördert. Aber auf den Mehrwert und Impact kommt es gerade an; die Zahl der "Challenges" etc. sind bloße Inputgrößen.



Und eine Sprunginnovation ist das Windrad auch nicht (vgl. Propellerflugzeug vs. Düsenjet).



Der Wunsch, immer größer, teurer und mächtiger zu werden, ...

#2 -

Münchner | Di., 01.10.2024 - 17:51
Zur angeblichen SPRIND-Erfolgsgeschichte Marvel Fusion läßt Rafel Laguna das Entscheidende weg: Diese Firma steht vor dem Abschied aus Deutschland. Der Reaktor ensteht bereits an der Colorado State University, nicht in München. Es war die Aufgabe von SPRIND, diese Technologie in Deutschland zu halten. Damit ist SPRIND gescheitert. Und jetzt soll es ein Erfolg sein, mit deutschen Steuergeldern eine Entwicklung in den USA zu fördern?



In der Tat: Marvel Fusion "hebt jetzt ab" -- nachdem die Firma Deutschland verlassen und sich von SPRIND gelöst hat.

#3 -

Außeruniversitär | Mi., 02.10.2024 - 16:35
Komplett ignoriert wird im Interview, dass es - wie im Draghi Bericht erwähnt - mit dem European Innovation Council bereits eine DARPA-ähnliche Agency auf EU-Ebene gibt. Dass der EIC verbesserungswürdig ist, klar. Das ist aber bei SPRIND ebenso der Fall. Welchen Mehrwert da eine SPRIND-Übertragung auf die Europäische Ebene erzielen soll, ist mir komplett schleierhaft....

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