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"Wir bauen in Deutschland zu langsam und zu teuer"

Schneller bauen, günstiger bauen – und warum sie Studierenden zum Gründen rät: Die SPD-Bundesbauministerin über den Bau-Turbo, den Gebäudetyp E, den sozialen Wohnungsbau, den Sanierungsstau an den Hochschulen und das Bund-Länder-Programm "Junges Wohnen".
Verena Hubertz im Gespräch mit Jan-Martin Wiarda.

Verena Hubertz, Jahrgang 1987, ist seit Dezember 2024 Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. 2021 wurde sie erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt und prompt stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion mit Zuständigkeit unter anderem für Bau-, Stadtentwicklungs- und Digitalpolitik. Foto: Charles Yunck.

Frau Hubertz, Alterspräsident Gregor Gysi hat in der konstituierenden Sitzung des Bundestags im Mai 2025 den Vorschlag gemacht, die Universität Trier in Karl-Marx-Universität umzubenennen. Das ist die Universität, an der Sie studiert haben – in dem Wahlkreis, den Sie vertreten. Ihr unmittelbarer Kommentar damals lautete: "Das wäre doch mal was." Meinten Sie das ernst?

Das fände ich wirklich toll. Die Studierenden dort haben schon einmal einen Pulli mit der Aufschrift "Karl-Marx-Universität Trier" entworfen – einen davon möchte ich Herrn Gysi noch schenken, er ist nur leider gerade vergriffen. Trier ist ja nicht nur die älteste Stadt Deutschlands mit reichem römischen Erbe, sondern auch die Geburtsstadt von Karl Marx. Ein bisschen Kreativität und der Mut, mal out of the box zu denken, würden der Stadt gut stehen.

Machen Sie sich mit solch einem Plädoyer viele Freunde in der Stadt?

Wahrscheinlich nicht. Trier ist stark katholisch geprägt und Karl Marx polarisiert, besonders in nicht-linken Kreisen. Der Vorschlag fand schon früher keine Mehrheit. Aber manchmal lohnt es sich, Ideen wieder ins Spiel zu bringen – auch wenn eine Namensänderung derzeit nicht absehbar ist.

In Trier haben Sie Ihren Bachelor gemacht, Ihren Master an der WHU in Vallendar. Welche Rolle spielte in Ihrem Studium das Studierendenwerk?

Eine sehr große. In Trier war das Studierendenwerk, wie an vielen Hochschulorten, Dreh- und Angelpunkt. Die Mensa war für mich als Studentin zentral – ohne sie hätte ich das Studium kaum organisatorisch geschafft: von zu Hause ausziehen, lernen, und trotzdem regelmäßig eine warme Mahlzeit bekommen. Die Mensa war zugleich Begegnungsort. Wir haben dort nicht nur gegessen, sondern auch gelernt.

Und das Essen?

Das war super. ...

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Kommentare

#1 -

Thomas Bock | Fr., 05.12.2025 - 13:30

ohne neue VOB, LBO s, DIN und ohne digitalisierung der baueingabe,-planung etc. und ohne automatisierung der vorfertigung, roboterisierung der bauausführung wird bauturbo zum bauschlamassl...lösungen siehe hier: www.rod.de

#2 -

PB | So., 07.12.2025 - 08:53

Ich verstehe nicht, was die Förderung des sozialen Wohnungsbaus mit Studierenden zu tun hat - so lange diese grundsätzlich BAföG-berechtigt sind, bekommen sie doch gar keinen Wohnberechtigungsschein?

#3 -

Lars Michel | Sa., 03.01.2026 - 17:20

Der sog. BauTurbo ermöglicht mitnichten einen Bebauungsplan im Sinne einer verbindlichen Satzung (§10 BauGB) innerhalb von drei Monaten, ggfs. einen "Bauplan" im Sinne Erschließungs- und Aufteilungsplan. Traurig das selbst die zuständige Bundesministerin offenbar den Unterschied nicht kennt....

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