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Neue Strategien für lieb gewordene Lehr-Milliarden

Die Schülerzahlen sollen steigen, doch die Oberstufen schrumpfen. Dazu der Rückfall zu G9: In ein paar Jahren könnte es deutlich weniger Studienanfänger geben. Soll der Hochschulpakt weitergehen, braucht er eine neue Logik. Der Blick nach Großbritannien könnte helfen.

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Artikelbild: Neue Strategien für lieb gewordene Lehr-Milliarden

VERGANGENE WOCHE HAT die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) offiziell Bilanz gezogen: 720.000 zusätzliche Studienanfänger, 5000 neue Professuren. Die Zahl der Lehrbeauftragten stieg um 2500, die der hauptberuflichen wissenschaftlichen Mitarbeiter um 13.000, und all das allein zwischen 2011 und 2015, der zweiten Phase des Hochschulpakts. Das 2007 von Bund und Ländern gestartete Programm war damit erneut Treiber einer beispiellosen Expansion des deutschen Hochschulsystems. Kostenpunkt: 13 Milliarden Euro, wovon der Bund rund sieben Milliarden trug. Allein 2015 flossen 3,3 Milliarden Euro zusätzlich an die Hochschulen.

Kein Wunder, dass sich die Rektoren sorgen, was nach dem Auslaufen des Pakts passiert. 2023 soll das letzte Geld fließen, dabei bestreiten einzelne Hochschulen mittlerweile bis zu 30 Prozent ihres Budgets damit. "Nehmt den Hochschulen die Unsicherheit!" appellierte vor einigen Tagen Joybrato Mukherjee, Präsident der Universität Gießen, hier im Blog an die Adresse der Wissenschafts- und Finanzminister.

Tatsächlich hat die Bundesregierung bereits im Dezember in der GWK signalisiert , ...

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Kommentare

#2 -

René Krempkow | Di., 18.07.2017 - 12:31
Es ist in der Tat faszinierend, dass im Teaching Excellence Framework in UK ein solcher Ansatz angewendet wird, und angesichts der gerade auch für Deutschland konstatierten sozialen Schieflage im Hochschulsystem wohl auch für Deutschland überlegenswert.

Mit dem Added-Value-Ansatz gibt es übrigens in Australien seit über einem Jahrzehnt ein ähnliches Konzept. Dies Konzept wurde in einer Pilotstudie auch bereits auf seine Adaptierbarkeit für Deutschland geprüft und für adaptierbar befunden

(siehe wiss. Publikation in URL: www.researchgate.net/publication/281284595, bzw. Kurzbeschreibung des Ansatzes in: https://scilogs.spektrum.de/wissenschaftssystem/added-value/).



Der Ansatz wäre dabei in der Tat nicht nur für die Finanzierungssysteme der Bundesländer überlegenswert, sondern (seit der teilweisen Rücknahme ...

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