Die KMK hat verstanden
Die Kultusminister einigen sich auf den Einstieg in weitreichende Reformen. Und die Chancen stehen gut, dass es nicht nur beim Einstieg bleibt.
HEUTE IST EIN großer Tag für die Kultusministerkonferenz. Die KMK hat gezeigt, dass sie verstanden hat. Das Tempo, mit dem sie sich auf den Weg macht zur Reform, ist erstaunlich und muss selbst ihren Präsidenten überrascht haben.
Die zentralen Ergebnisse der heutigen Plenarsitzung: Die KMK will sich auf Themen verständigen, in denen die länderübergreifende Zusammenarbeit verstärkt werden soll. Ein Entwurf für eine "weitergehende Vereinbarung der Länder zu grundsätzlichen Fragen der Bildungspolitik" soll ausgearbeitet werden, und – am wichtigsten – die Option für einen Staatsvertrag soll geprüft werden.
Nun könnte man sagen: Prüfen, was ist das schon? Eine Arbeitsgruppe mehr soll noch ein Konzeptpapier ausarbeiten. Zumal der Zweiklang der genannten Alternativen – weitergehende Vereinbarung versus Staatsvertrag – darauf hindeutet, dass über den richtigen Weg zum Ziel durchaus noch diskutiert wird in der KMK. Doch wer den heutigen Beschluss so kleinredet, unterschätzt die Dynamik, die schon die Ankündigung der Verhandlungen an sich auslösen wird. Der bislang abstrakte Erwartungsdruck auf die KMK, sich zu modernisieren, richtet sich durch den offiziellen Beschluss künftig auf ein konkretes Ziel, und ...
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