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Die guten Beispiele sind da

Die Politik fährt die Inklusion nicht an die Wand. Aber auch die Gesellschaft und die Schulen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Ein Gastbeitrag von Sybille Volkholz.

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Artikelbild: Die guten Beispiele sind da
Foto: Max Pixel

MIT DER UN-Konvention haben behinderte Menschen weltweit ihren Anspruch auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe verbindlich artikuliert und mit der Ratifizierung hat auch die Bundesrepublik diesen Anspruch anerkannt und sich zu seiner Umsetzung verpflichtet. Damit ist nicht nur die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten, sondern ebenso alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Teil zu einem besseren Zusammenleben beizutragen. Es geht nicht darum "eine Randgruppe auf Kosten anderer zu inkludieren" (so ähnlich formuliert es ein Kommentator zu Jan-Martin Wiardas Artikel ), sondern um ein Menschrecht, und das steht nicht zur Disposition.

In vielen Bundesländern hat die gemeinsame Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung schon lange Tradition, in Berlin hat diese Entwicklung vor mehr als 30 Jahren begonnen. Es gibt also Schulen mit einem enormen Erfahrungsschatz, die bei der Weiterentwicklung zu inklusiven Schulen helfen können. Vielfach wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, hier solle neben der Vielzahl von Reformen der vergangenen Jahre nun noch eine weitere oben drauf gesetzt werden. So ist es nicht, es geht um ...

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Kommentare

#1 -

Mannheimer Studi | Mi., 04.04.2018 - 13:05
Ich kenne Inklusion leider nicht aus eigener Anschauung, doch wenigstens aus den Erzählungen der Mutter, die sie seit 25 Jahren an einer Gesamtschule in NRW lebt. Ich bin also nicht Experte, aber hoffentlich überdurchschnittlich informiert. Die Personalbesetzung, die im Beitrag aus Berlin berichtet wird, scheint mir in etwa so hoch zu sein, wie sie es in NRW vor der flächendeckenden Einführung der Inklusion ebenfalls war. Besagte Ausweitung in die Breite (jede Schule war unter Rot-Grün Inklusionsschule; Schwarz-Gelb dreht das zurück) hat aber zu einer drastischen Ausdünnung der "Doppelbesetzung" geführt - und das auch an den Inklusionsschulen, die diese unter diesen ...

#3 -

anne | Do., 05.04.2018 - 17:56
Es stimmt, dass die Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts an vielen Schulen gut funktioniert. Aber noch 1-2 Ergänzungen zu den Ausführungen von Frau Volkholz: Auch in Berlin gibt es das Phänomen, dass immer mehr SchülerInnen einen sonderpädagogischen Förderbedarf diagnostiziert bekommen. Damit steigt automatisch die Integrationsquote, jedoch zeigt sich, dass die Exklusionsquote (Anteil derjenigen, die an Förderschulen unterrichtet werden) nur wenig sinkt. Insofern ist die Frage, ob dies wirklich ein guter Indikator ist, um die Umsetzung von Inklusion/Integration zu messen.



Des weiteren ist auch die Frage, inwiefern die veranschlagten Ressourcen tatsächlich für den gemeinsamen Unterricht genutzt werden. Viele Berliner Lehrkräfte berichten, dass ...

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