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Money makes the world go around – aber nicht die deutschen Unis?

Viele Hochschulrektoren hierzulande wollen groß ins Fundraising einsteigen. So richtig verstanden, um was es dabei geht, haben sie aber offenbar nicht.  Von Jeffrey Peck.

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Artikelbild: Money makes the world go around – aber nicht die deutschen Unis?
Jeffrey Peck

AUCH WENN ALLE sich wünschen, es wäre anders: An allen Universitäten, ob öffentlich oder privat, ob in Deutschland oder in den USA, ist Geld immerzu ein Thema. Wobei man in Deutschland euphemistischer lieber von "Finanzen" spricht.

Immerhin wähnt man sich in Deutschland im Vorteil, weil die Hochschulen hier primär vom Staat unterstützt werden und deshalb, so die Annahme, "nicht die amerikanischen Probleme" hätten. Was natürlich, siehe die allzu knappe staatliche Förderung, nicht so ganz stimmt.

Richtig aber ist, dass man in den Staaten noch viel stärker mit money beschäftigt zu sein scheint. Selbst die great public state universities in den USA (California, Michigan oder Wisconsin) – mit denen man deutsche Unis eher vergleichen sollte als mit den reichen privates (Harvard, Princeton oder Stanford) – sind zunehmend auf private Geldquellen angewiesen, auf Firmenspenden vor allem und auf die Zuwendungen wohlhabender Einzelpersonen. An den staatlichen Hochschulen sind die Studiengebühren in den vergangene 15 Jahren empfindlich gestiegen, an den privaten sind sie ohnehin exorbitant ...

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Kommentare

#1 -

Dr. Josef König | Di., 08.05.2018 - 14:18
Der Autor kennt selbstverständlich sehr gut die US-amerikanischen Verhältnisse und die Beschreibung führt zur richtigen Stelle: Das Bewusstsein der Zusammenarbeit von Hochschulen und Bürgern/Firmen.



Allerdings gibt es mindestens einen grundsätzlichen und wesentlichen Unterschied, den er leider nicht einmal im entferntesten streift - was mich völlig verwundet: Das Steuersystem! Während in den USA die Einkommensteuern sehr niedrig sind und noch weiter gesenkt werden, sind in Deutschland schon in der Mittelschicht Spitzensteuersätze an der Tagesordnung. Wer aber bis zur Hälfte seines Einkommens für die Steuer aufbringen muss, wird selbstverständlich argumentieren: Soll der Staat es doch richten - schließlich hat er mir schon ...

#2 -

Rudolf-Werner Dreier | Di., 08.05.2018 - 17:32
Der Autor hat Recht; beim strategischen Fundraising geht es zunächst nicht um das schnelle Einwerben von finanziellen Mitteln ("Hast Du mal einen Euro?"). Es geht vielmehr um den (oft langfristigen) Aufbau von Beziehungen. Daraus können eine Vielzahl von Leistungen erwachsen; nicht nur finanzielle, sondern auch geldwerte wie Lobbyarbeit, Mentoring, ehrenamtliches Engagement und vieles mehr.

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