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Age is What You Make of It! Oder etwa nicht?

Warum Wissenschaftlerkarrieren ruhig länger als bis 65 dauern dürfen. Von Jeffrey Peck.

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Artikelbild: Age is What You Make of It! Oder etwa nicht?

JEDES ALTER HAT seine Eigenschaften, jeder Beruf seine Etappen. Cliché und zugleich absolut zutreffend, oder? Und so erfährt man, wenn die 65 erreicht oder schon überschritten ist, wenn das Arbeitsleben offiziell zu Ende geht oder bereits zu Ende gegangen ist, etwas Neues, vielleicht sogar Überraschendes. Überraschend war jedenfalls für mich, als in Berlin lebender Nordamerikaner, dass an der Grenze zu diesem neuen Lebensabschnitt plötzlich sehr deutlich kulturelle Unterschiede zwischen den USA und Deutschland zu Tage traten.

Natürlich kann ich nur über den Beruf reden, den ich wirklich gut kenne, also den eines Hochschullehrers und Wissenschaftsmanagers. Ich kann über Erfahrungen berichten, die Menschen wie ich machen. Menschen, die in den Hochschulen arbeiten, in Wissenschaftseinrichtungen oder Stiftungen. Die kulturellen Unterschiede fangen schon damit an, dass die Zeit nach 65 in Deutschland überhaupt als "neue Lebensphase" gesehen wird.

Das hat, um ehrlich zu sein, zunächst einmal einen einfachen strukturellen Grund: In Deutschland muss man bislang mit Erreichen der magischen 65 (oder aktuell einige Monate später) seine Karriere beenden, zumindest offiziell. Auf der andere Seite des Atlantik kann man arbeiten, so ...

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Kommentare

#1 -

Josef König | Di., 27.11.2018 - 10:52
Vielen Dank für diesen einfühlsamen und sehr guten Beitrag. Glücklicherweise ändert sich auch in Deutschland - leider nur sehr langsam - die Sicht auf die "Altersruhe" bzw. der Zwang zu ihr. Ich selbst bin inzwischen 70, habe noch bis vor knapp zwei Monaten die Geschäftsführung des Informationsdienst Wissenschaft e.V. (idw-online.de) inne gehabt, den ich mit Freunden vor 24 Jahren gegründet habe, und nun taste ich mich langsam an "neue Ufer" heran, denn ich fühle mich noch viel zu jung, um mich in den Park zu setzen, Tauben zu vergiften und auf den Tod zu warten.



Wie Sie richtig schreiben: "die ...

#2 -

Thomas von Stein | Mo., 03.12.2018 - 07:23
Weiterarbeiten nach der Rente? Gerne! Allerdings bitte mit einer Verpflichtung zur Weiterbildung. Das schreibe ich nach einem Seminar mit einem 71jährigen Dozenten, der einfach seine Folien von 1986 eingescannt und per Beamer gezeigt hat.

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