Age is What You Make of It! Oder etwa nicht?
Warum Wissenschaftlerkarrieren ruhig länger als bis 65 dauern dürfen. Von Jeffrey Peck.

JEDES ALTER HAT seine Eigenschaften, jeder Beruf seine Etappen. Cliché und zugleich absolut zutreffend, oder? Und so erfährt man, wenn die 65 erreicht oder schon überschritten ist, wenn das Arbeitsleben offiziell zu Ende geht oder bereits zu Ende gegangen ist, etwas Neues, vielleicht sogar Überraschendes. Überraschend war jedenfalls für mich, als in Berlin lebender Nordamerikaner, dass an der Grenze zu diesem neuen Lebensabschnitt plötzlich sehr deutlich kulturelle Unterschiede zwischen den USA und Deutschland zu Tage traten.
Natürlich kann ich nur über den Beruf reden, den ich wirklich gut kenne, also den eines Hochschullehrers und Wissenschaftsmanagers. Ich kann über Erfahrungen berichten, die Menschen wie ich machen. Menschen, die in den Hochschulen arbeiten, in Wissenschaftseinrichtungen oder Stiftungen. Die kulturellen Unterschiede fangen schon damit an, dass die Zeit nach 65 in Deutschland überhaupt als "neue Lebensphase" gesehen wird.
Das hat, um ehrlich zu sein, zunächst einmal einen einfachen strukturellen Grund: In Deutschland muss man bislang mit Erreichen der magischen 65 (oder aktuell einige Monate später) seine Karriere beenden, zumindest offiziell. Auf der andere Seite des Atlantik kann man arbeiten, so ...
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Kommentare
#1 - Vielen Dank für diesen einfühlsamen und sehr guten…
Wie Sie richtig schreiben: "die ...
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