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Wir brauchen eine Lehrgemeinschaft – und einen breiteren Diskurs

Ein "more of the same" kann nicht die Antwort sein, wenn es um die Nachfolge des Qualitätspakts Lehre geht. Die wissenschaftliche Weiterbildung muss mit einbezogen und das Modell institutioneller Förderung vermieden werden. Ein Gastbeitrag von Christian Ganseuer.

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Artikelbild: Wir brauchen eine Lehrgemeinschaft – und einen breiteren Diskurs

Audimax der BTU Cottbus-Senftenberg. Sane: " Cottbus University Audimax.jpg ", CC BY-SA 3.0 .

DIE DEBATTE UM eine Institutionalisierung zur nachhaltigen Förderung der Qualität der deutschen Hochschullehre nimmt Fahrt auf. Die Hochschulrektorenkonferenz , Stifterverband und der Studierendenverband fzs haben in Reaktion auf die Stellungnahme des Wissenschaftsrates eigene Konzeptvorschläge vorgelegt. Politik und Verbände reagieren darauf. Das ist gut, denn es bedarf einer nachhaltigen Unterstützung der deutschen Hochschullehre.

Die bisherigen Ideen sind jedoch zu kurz gedacht, knüpfen zu wenig an andere gesellschaftliche Zusammenhänge an und orientieren sich an den Impulsen der vergangenen 10 bis 15 Jahre. Es besteht zwar Konsens darüber, dass die Stimme der Lehrenden noch zu kurz kommt. Darüber hinaus werden aber keine Vorschläge oder Konzepte eingebracht, wie diese jenseits der Interessenvertretungen eingebunden werden könnten.

Wo die bisherige Debatte zu kurz greift

1. Lehre ist mehr als grundständige Lehre – Aufholpotenzial bieten die weiterbildenden Studiengänge. Der Qualitätspakt Lehre hat im besonderen Maße die ...

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Kommentare

#1 -

René Krempkow | Di., 04.12.2018 - 14:01
Ein schöner Gastbeitrag, der noch einmal einige bisher meist weniger beleuchtete Punkte in die Diskussion einbringt!



Ebenfalls noch interessant für die Diskussion um Qualität und Exzellenz auch in der Lehre dürfte das aktuelle Themenheft der Zeitschrift "Das Hochschulwesen" sein (Inhaltsübersicht: www.universitaetsverlagwebler.de/hsw), und dabei insbes. der viele Diskussionsanregungen enthaltende Einführungstext (S. 58-75) und der Beitrag "Was soll heißen „Exzellenz (in) der Lehre“? (S. 105-113).

#2 -

Klaus Diepold | Di., 04.12.2018 - 18:38
Sehr geehrter Herr Ganseuer,



vielen Dank für diesen Gastbeitrag, sowie für ihr Dokument, in dem Sie Ihren Vorschlag weiter ausführen. Ich denke, dass Ihr Vorschlag eine Gemeinschaft zu etablieren, die u.a. 1) den Namen verdient, 2) mehr bottom-up operiert und 3) die Innovationskräfte der Lehrenden aktiviert im Kreis der Fellows des Stifterverbandes sehr positive aufgenommen werden.



Ich hoffe, dass wir die von Ihnen angesprochenen Punkte auch noch weiter in der Öffentlichkeit diskutieren können. Der Qualitätspakt und die Hochschullehre hätte es allemal verdient.



Beste Grüße, Klaus Diepold

#3 -

Mascha Hansen | Di., 04.12.2018 - 20:59
Sehr geehrter Herr Ganseuer,



das sind alles gute Ideen, und viele kleine Projekte sorgen bereits für interessantere Veranstaltungen. Aber mir fällt auf, dass durchweg von "den Lehrenden" die Rede ist, als ob es sich hier um eine klar umrissene, womöglich sogar homogene Gruppe handelte. So richtig es ist, die (offensichtlich primär gemeinten) ProfessorInnen anzusprechen: die sind zumeist vollauf mit Forschung, Drittmittelanträgen und Verwaltung beschäftigt. Die befristeten MitarbeiterInnen - häufig diejenigen, die an hochschuldidaktischen Schulungen teilnehmen und zahlenmäßig einen Großteil der Lehre leisten - verlassen die Universitäten zumeist binnen weniger Jahre wieder. Und was ist mit den Lehrbeauftragten, die kaum für ...

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