Mehr davon!
In ihrem Protest gegen die drohenden Haushaltskürzungen gibt sich Bildungsministerin Karliczek kämpferisch – endlich.
IHR BLEIBT NUR noch die Flucht nach vorn. Das scheint Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) begriffen zu haben.
Der Druck, unter dem sie stand, war schon vor Olaf Scholz’ Haushalts-Eckpunkten groß: Projekte mit zähem Anlauf ( Digitalpakt , Agentur für Sprunginnovationen ); eine BAföG-Reform , die viel Geld kosten wird, aber ihr trotzdem bislang fast nur Kritik brachte; Kommunikationsprobleme mit den eigenen Fraktionskollegen (eine 25-Prozent-Betriebsmittelsperre für Helmholtz ). Nicht zu vergessen eine Kette unglücklicher Äußerungen in Interviews von vermeintlich fehlenden Studien zu Regenbogenfamilien bis hin zum christlichen Menschenbild, dem die Forschung zu folgen habe.
Und nun noch der Plan von SPD-Finanzminister Scholz, den Haushalt von Karliczeks Ministerium 2020 um 533 Millionen Euro zu verkleinern. Was einer Kürzung von fast drei Prozent gegenüber dem laufenden Jahr entsprechen würde. Und das, während der Bundeshaushalt Scholz’ Eckpunkten zufolge insgesamt um immer noch 1,7 Prozent wachsen soll, trotz des wirtschaftlichen Abschwungs.
Dass Scholz es auch auf ihr Geld abgesehen hat, deutete sich für Karliczek schon seit einer Weile an, vergangene Woche sickerten erste Zahlen durch, die Details erläuterte der Vizekanzler dann in den sogenannten Chefgesprächen. Man kann sich vorstellen, ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Zitat:"Vor allem aber wird Karliczek beim Sturmlaufen gegen…
"Vor allem aber wird Karliczek beim Sturmlaufen gegen Scholz’ Eckpunkte einflussreiche Unterstützer finden: Deutscher Industrie- und Handelstag, der Bundesverband der Industrie, Wirtschaftsforscher und Bildungspolitiker formieren sich bereits."
Hoffentlich ziehen diese einflussreichen Unterstützer den Karren wieder aus dem Dreck, in den er ohne Not geriet. Der Verdienst von Frau Karliczek wäre das dann allerdings nicht...
Neuen Kommentar hinzufügen