Direkt zum Inhalt

Wir werden jetzt Tempo machen

Die Politik feierte die neuen Wissenschaftspakte als großen Erfolg, doch es gibt es auch heftige Kritik: Bleiben die Hochschulen die Gelackmeierten? Und was wird aus dem Versprechen, mehr Dauerstellen zu schaffen? Ein Interview mit Forschungsministerin Anja Karliczek.

Bild
Artikelbild: Wir werden jetzt Tempo machen

Anja Karliczek. Foto: BMBF/Laurence Chaperon.

Frau Karliczek, das muss eine bemerkenswerte Sitzung gewesen sein in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz vergangene Woche. Donnerstagvormittag fürchtete mancher Wissenschaftsminister noch ein Scheitern der Verhandlungen, 24 Stunden später standen die Wissenschaftspakte , und alle hatten mehr gegeben, als sie eigentlich zu geben bereit gewesen waren. Können Sie uns erklären, was da passiert ist?

Natürlich sind Bund-Länder-Verhandlungen nie einfach. Aber ich war mir vor der entscheidenden Runde sicher, dass Bund und Länder wussten, was für die Zukunft Deutschlands auf dem Spiel steht. Meine Botschaft lautete: Wenn wir uns das Gelingen vornehmen, wenn wir zeigen wollen, dass Bund und Länder gemeinsam handlungsfähig sind, dann schaffen wir das auch. Es war wichtig, zu Beginn der Gespräche noch einmal herauszuarbeiten, wer für was verantwortlich ist. Die Aufgaben von Bund und Ländern im Bereich Hochschulen und Forschung sind unterschiedlich. Und jeder muss sich auch auf seine Aufgabe konzentrieren. Ich denke, dass ich mit dieser Aussage verstanden wurde. Es herrschte von Anfang an eine erfreulich konstruktive Atmosphäre.

Ein bisschen Pep-Talk, und das war’s?

Natürlich habe ich engen Kontakt mit dem Bundesfinanzminister und seinem Haus gehalten - und das schon seit geraumer Zeit. Dabei habe ich auch die Auffassung vertreten, es sei kaum denkbar, dass nur die Länder sich bewegen müssen. Es war klar, dass auch wir als Bund auf die Länder zugehen müssen. Der Bund hat sich dann flexibel ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

P.D. | Mo., 13.05.2019 - 16:35
Lieber Herr Wiadra, können Sie aufklären: Wird die Programmpauschale künftig über den PFI finanziert? Ministerin Karliczek spricht von 3% Steigerung jährlich. Oder wird die Pauschale nach wie vor im Hochschulpaktgeregelt und mit diesem endlich entfristet?

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Mo., 13.05.2019 - 16:38
Liebe/r P.D,
meinen Wissenstand habe ich in dem Artikel vom 3. Mai aufgeschrieben: "Die DFG-Programmpauschale wurde von 2021 an in ihrer bisherigen Höhe von 22 Prozent der Kosten für fünf Jahre verlängert", sie ist also weiter an den PFI gekoppelt. Viele Grüße Ihr J-MWiarda

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.