Elfmal Grün
Das sind die Gewinner: ein Überblick und eine erste Einordnung des ExStra-Finales.

UND DIE GEWINNER SIND: Die Universität Hamburg, die Berlin University Alliance, die RWTH Aachen, die Universität Bonn, die TU Dresden, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Universität Tübingen, die Universität Konstanz, die LMU München und die TU München.
Wie Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gerade auf einer Pressekonferenz im Bonner Wissenschaftszentrum bekanntgegeben hat, dürfen diese elf Bewerber für mindestens die nächsten sieben Jahre den Titel "Exzellenzuniversitäten" tragen und erhalten zusätzlich je nach Antrag zwischen 10 und 15 Millionen Euro. Die Berliner Alliance hatte 28 Millionen beantragt, die absolute Obergrenze für einen Verbund. Die genauen – bewilligten – Fördersummen sind noch nicht bekannt. "Wir mussten uns heute noch einmal für die Besten der Besten entscheiden", sagte Karliczek.
Die elf Gewinner konnten sich mit ihren Antragskonzepten gegen die Mitkandidaten aus Kiel, Hannover, Braunschweig, Bochum, Münster, Köln, Stuttgart und Freiburg durchsetzen. Karliczek wandte sich speziell an die unterlegenen Universitäten und sagte: "Auch Sie haben Ihre Exzellenz längst bewiesen! Sie haben nicht nur die notwendigen Exzellenzcluster für die Antragstellung eingeworben, sie haben sich diesem strengen Wettbewerb gestellt, haben neue Strategien für ihre Universitäten entwickelt. Sie haben so ihre Profilbildung vorangetrieben und sind neue Kooperationen eingegangen. Ich bin sicher: Das verändert und stärkt Ihre Institutionen insgesamt."
Wie fiel die Entscheidung?
Als die Wissenschaftsminister am Donnerstagabend die mit Spannung erwartete Ampel-Liste erhielten, war ihr Staunen groß: Die Wissenschaftler hatten es tatsächlich getan. Wie mehrere Minister berichten, hatte sich schon auf der Wissenschaftsratssitzung vergangene Woche in Gießen angedeutet, dass vor allem die Wissenschaftsratsvorsitzende Martina Brockmeier auf eine Elfer-Liste hinwirken wollte. Sprich: Die 39 Wissenschaftler im sogenannten Expertengremium präsentierten der Politik elf grüne Ampeln und acht rote. Womit der Politik heute Vormittag in der Exzellenzkommission faktisch nur noch die Bestätigung des Wissenschaftlervotums blieb. Und die gaben die Minister auch – einstimmig. Was nicht hieß, dass sie nicht trotzdem vorher noch stundenlang über jeden einzelnen Antrag, auch die roten, diskutiert hatten.
Wer möchte, kann den Stunt der Wissenschaft als Reaktion auf den unschönen Streit bei der Cluster-Kür im vergangenen September sehen. ...
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Kommentare
#1 - Ein sehr guter Artikel. Eine Anmerkung nur: Die beiden…
#2 - Vielen Dank für den Hinweis, bitte entschuldigen Sie das…
#3 - Glückwunsch an die Gewinner.Abgesehen vom üblichen…
Abgesehen vom üblichen Pro-/Contra:
Die Titel der Konzepte sind alle ähnlich nichtssagend oder?
"Impact" "Networks" "Excellenz" etc.
Im Detail werden sie sich hoffentlich unterscheiden, sonst macht Profilbildung keinen Sinn.
#4 - Sehr guter Artikel und Glückwunsch an die…
Insgesamt hat der Prozess viele gute Akzente gesetzt. Wermutstropfen bleibt allerdings der hohe Aufwand für alle Seiten, dem die finanzielle Zuwendung durch den Bund nicht entspricht. Ein Aufschließen an die Weltspitze ist mit diesen Summen nicht möglich.
#5 - München ist schon ein Skandal. Zwar beide vier Cluster,…
#6 - Kleine Korrektur: Die Münchner Unis haben vier gemeinsame…
Die TU München hat übrigens viel Transparenz bewiesen und den kompletten Antrag auf englisch für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, so dass jetzt auch klar wird was für ein Konzept hier prämiert wurde. Als interessierte Leserin zum Thema Exzellenzstrategie würde ich mir so viel Offenheit auch von den anderen Universitäten wünschen.
#7 - Ein toller Artikel mit einer Detailtiefe wie ich Sie in den…
#8 - Was dieser Exellenzquark an den Unis für Zeit und…
#9 - Vielen Dank für den Beitrag. Glückwunsch an alle. Ein…
#10 - Was bedeutet das hohe Fördervolumen in der zweiten…
#11 - Letztlich gab es keine Überraschungen bei der…
#12 - Bemerkungen bzgl. Ihrer Feststellungen:Die…
Die Exzellenzförderung von Runde 1 ist für das KIT genau im Jahr 2012 ausgelaufen, das hat einiges bei den Drittmitteln ausgemacht. Weiterhin weisen sowohl die TU Berlin als auch die Uni Heidelberg ein Minus bei den Drittmitteln für den Zeitraum seit 2012 auf (für beide gab es jedoch im Gegensatz dazu kein Auslaufen der Exzellenzförderung). Selbst die TU München konnte sich in dem Zeitraum nur um deutlich unterdurchschnittliche 2% bei den Drittmitteln steigern. Das Gesamtbudget des KIT hat sich von 2012 bis 2017 übrigens deutlich gesteigert (784,4 Mio. € zu 901,8 Mio. €). Weiterhin haben bspw. ...
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