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Lasst sie Lehrer sein!

Das "Refugee Teacher Program" der Universität Potsdam gilt deutschlandweit als vorbildlich. Doch das Brandenburger Bildungsministerium legt seinen Absolventen Steine in den Weg.

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Artikelbild: Lasst sie Lehrer sein!

Die Absolventen der ersten Stunde: Abschlussfeier 2017 . Foto: Karla Fritze

DENKEN SIE SICH folgendes Szenario: In einem Bundesland herrscht Lehrermangel. Die Absolventen der Lehramts-Studiengänge reichen bei weitem nicht aus, um die freien Stellen in den Kollegien zu besetzen. Auch aus benachbarten Bundesländern lassen sich nicht genügend Leute anwerben, denn dort hatte man den Bedarf an Lehrern ebenfalls jahrelang unterschätzt und die Studienkapazitäten heruntergefahren. Der verantwortlichen Bildungsministerin bleibt also nichts übrig, als reihenweise Seiteneinsteiger einzustellen, das sind Menschen, die nie ein Pädagogik-Studium absolviert haben.

Zum Glück gibt es aber eine Gruppe von Profis, die sich nichts sehnlicher wünschen, als wieder unterrichten zu dürfen. Geflüchtete Lehrer. Weil ihre Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt wird, sind sie bereit, noch einmal zu studieren. Und zum Glück gibt es ausgerechnet an der größten Universität des Bundeslandes ein Programm, das sie auf ihren Einsatz vorbereitet. Ein Programm, das deutschlandweit lange das einzige seiner Art war. Das "Refugee Teachers Program".

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Kommentare

#1 -

tmg | Fr., 26.07.2019 - 02:00
ja, das ist ja unglaublich, Herr Wiarda, wie kann man nur auf die seltsame Idee kommen, dass Lehrer in Deutschland die
deutsche Sprache auf näherungsweise muttersprachlichem Niveau beherrschen sollten, vor Voll- und Festanstellung?
Werden in Deutschland überhaupt deutschsprechende Kinder unterrichtet?

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