Schnell machen, trotzdem gut planen
Die neue Organisation für "Innovation in der Hochschullehre" soll Anfang 2021 erste Fördergelder vergeben. Aber wofür genau? Und wie? Höchste Zeit für ein paar Vorschläge. Ein Gastbeitrag von Achim Wiesner.

Foto: Alexas_Fotos / pixabay - cco.
JETZT SOLL ES schnell gehen. Anfang Dezember hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen, die neue Organisationseinheit für die Förderung von "Innovation in der Hochschullehre" bei der Toepfer-Stiftung in Hamburg anzusiedeln . Noch am gleichen Tag schrieb die Stiftung die Hochschulpräsidien an, schaltete eine Webseite mit Informationen zu den nächsten Schritten frei und kommunizierte die Termine für die ersten drei Think Tanks. Die Toepfer Stiftung will – so sagt sie es selbst – jetzt erst einmal zuhören, und zwar möglichst sofort.
Warum die Eile? Weil die ersten Fördergelder bereits 2021 fließen sollen. Bis dahin ist die rechtlich unselbstständige, aber doch unabhängige Organisationseinheit mit einem eigenen Namen bei der Toepfer-Stiftung als Trägerin zu etablieren. Dass es in der Organisationseinheit ein Bund-Länder-Gremium und Förderausschüsse geben wird, ist mit der Verwaltungsvereinbarung vom Juni 2019 festgelegt.
Die dort formulierten Förderziele müssen die neuen Gremien in einem Förderportfolio konkretisieren. Weil die Konstruktion und das gesamte Programm neu sind, wird sich hier noch vieles fügen müssen. Und schließlich sind Anträge in den Hochschulen zu schreiben und dann von Expert*innen zu ...
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Kommentare
#1 - ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich die Vorschläge…
#2 - Vielen Dank für den reicht interessanten Beitrag. Zwei…
Zu Nr. 1, open review: Ich höre zum ersten Mal davon, klingt sehr ansprechend. Die Breitenwirkung wäre aber vermutlich noch besser, wenn zum Abschluss der Begutachtung die Gründe für bzw. gegen einer Förderung auch öffentlich einsehbar wären – was natürlich sehr heikel wäre.
Zu a), strukturelle Experimente: Das interessante am Tenure-Track-Programm war, dass die Tenure-Track-Satzungen den Hauptbegutachtungsgegenstand darstellten, und dass die Länder Tenure Track von W2 auf W3 ohne erneute Ausschreibung ermöglichen mussten. Ja, es wäre wirklich eine Errungenschaft wenn das Hochschullehre-Programm auch zu Innovationen ...
#3 - zunächst mal stimme ich ebenfalls den meisten oben…
Meiner Erfahrung nach ist die schwierigste Frage, wie Innovationen, die in Entwicklungsprojekten entstanden sind, a) bewertet werden und b) positiv Bewertetes ins Kerngeschäft transferiert wird.
Da stoßen schon in den Hochschulen zwei Handlungslogiken von zwei Akteuren auf unterschiedlichen Ebenen der Hochschulen aufeinander, die meistens nicht bewußt verhandelt werden.
1. im Projekt: eine bildungsorientierte Logik - was unterstützt die Lern- und Studienprozesse der Studierenden am besten?
2. im Hochschulmanagement: eine managementorientierte Logik - wie finanzieren wir mit der Grundfinanzierung das, was vorgeschrieben ist und das, was für die Hochschule politisch ...
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