Der Bund kann's in der Bildung auch nicht besser
Mit dem Bund wird es in der Bildung besser? Dafür gibt es keine empirische Grundlage. Also Schluss mit den Anti-Föderalismus-Nebelkerzen.

ES GAB DA diesen alten Senator in Rom, Marcus Porcius Cato, der angeblich jede seiner Reden mit dem Satz beschloss: "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Kathargo zerstört werden muss."
In der Bildungspolitik der Gegenwart gibt es auch so einen Satz, den nicht nur einer, sondern viele Politiker immerzu benutzen. Zum Glück handelt er nicht vom Krieg, aber kurzen Prozess machen mit einem ewigen Feindbild will auch er: mit dem Bildungsföderalismus, wie wir ihn kennen.
Zuletzt brachte FDP-Chef Christian Lindner den Satz. "Mehr Verantwortung für den Bund", forderte er in der FAZ. Die deutsche Bildungslandschaft sei aus der Zeit gefallen, nötig sei ein "grundlegender Systemwechsel" hin zu einem Kooperationsgebot von Bund und Ländern. Und so, wie Cato versprach, wenn Karthago erst niedergemacht sei, stehe Rom ein großartiger Aufstieg bevor, verheißt Linder, wenn die Kultushoheit der Länder erstmal geschleift ist, den Aufstieg Deutschlands zu einer "echten Bildungsnation".
Magere Bilanz bei den Bundesprogrammen
Das Problem an dem Satz ist, dass ihm die empirische Grundlage fehlt. Der Bund hat längst mehr Verantwortung ...
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