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Die Lauten vom DHV: Wie die Gewerkschaft der Professoren der Hochschulrektorenkonferenz die Schau stiehlt

Neulich lud der Deutsche Hochschulverband (DHV) wieder zur großen Show. Die Gala der Deutschen Wissenschaft stieg im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, und alle waren da: Minister, Spitzenforscher, Medienmacher, sogar ein Nobelpreisträger. Und wie es sich für eine Gala gehört, wurden, gesponsert unter anderem vom ZEIT-Verlag, reichlich Preise verteilt: Theresia Bauer wurde Wissenschaftsminister des Jahres, Ex-Ifo-Chef Hans-Werner Sinn Hochschullehrer des Jahres, und Stephan Dabbert aus Hohenheim durfte sich als Rektor des Jahres feiern lassen.

Zu einem anderen Termin, der am 9. Mai ansteht, müssen die Gäste weiter rausfahren, nach Berlin-Dahlem, zum Henry-Ford-Bau der Freien Universität. Es ist die Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Vor holzgetäfelten Wänden wird Wissenschaftsministerin Johanna Wanka einen Vortrag halten, Berlins Wissenschaftssenatorin spricht ein Grußwort. Damit sind die wichtigsten Programmpunkte der Versammlung abgehakt. Zumindest des Teils, der nicht aus Gremiensitzungen besteht.

Beide Veranstaltungen wären nicht weiter bemerkenswert, doch stellt man sie nebeneinander, ergeben sich Fragen. Wer feiert hier eigentlich wen? Welche Organisation hat welchen Auftrag? Und was hat der strahlende Auftritt des einen mit der Krise des anderen zu tun?

»Der DHV stößt in das Vakuum, das sich aus der Schwäche der HRK ergibt«, sagt George ...

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