Heute treffen sich die Experten zu ihrer ersten ExStra-Sitzung. Aber wer sind sie eigentlich?

Die Bonner DFG-Zentrale. Quelle: DFG
Die Bonner DFG-Zentrale. Quelle: DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat bestätigt, dass das erste Treffen des Expertengremiums wie geplant am  20. und 21. September in Bonn stattfinden wird. Sprich: Heute Nachmittag geht es los mit einem ersten Kennenlernen, morgen dann wird richtig gearbeitet. 

 

Die 39 zumeist internationalen Wissenschaftler sind eine neue Machtelite im Wissenschaftssystem, zusammen mit den für Wissenschaft zuständigen Ministern aus Bund und Ländern bilden sie die ebenfalls neue Exzellenzkommission. Alle wichtigen Förderentscheidungen in der neuen Exzellenzstrategie (ExStra) werden nach Vorbereitung durch das Expertengremiums von der Exzellenzkommission getroffen.

 

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, der Termin für das erste Treffen könnte verschoben werden, da die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) – Stand: Dienstag, 7 Uhr – immer noch nicht die Namen der Experten veröffentlicht hat. Dabei hatte es Anfang August von Seiten der DFG geheißen, die Namen "sollten innerhalb der nächsten Tage bekanntgegeben" werden. Auf Nachfrage teilte die GWK nun gestern mit, sie werde die Liste heute (Dienstag) in einer Pressemitteilung zur Verfügung stellen. 

 

Allerdings wird die Liste nur 38 Namen enthalten. Einer der nominierten Experten hatte seine Teilnahme in den vergangenen Wochen abgesagt. Zwar läuft für die Nachbesetzung derzeit ein verkürztes Abstimmungsverfahren zwischen Ländern und Bund in der GWK, doch habe das "zeitlich nicht mehr ganz hingehauen mit der ersten Sitzung". 

Innerhalb der Wissenschaftsorganisationen und auch einiger Landesregierungen war bereits von "Geheimnistuerei" seitens der GWK die Rede: Ein gelungener Start in einen transparenten, wissenschaftsnahen Wettbewerb  sehe anders aus. Tatsächlich geht es für die Universitäten um viel in den nächsten Monaten, da ist Vertrauen in die ExStra und ihre Prozesse grundlegend. 

 

Immerhin: Dass die – dann auch namentlich bekannten – Experten sich heute Nachmittag in der Bonner DFG-Zentrale treffen, ist ein gutes Signal und stimmt hoffnungsfroh, dass die Ausschreibung für die Exzellenzcluster tatsächlich wie geplant bis Ende September erfolgen wird. Darüber hinaus sollen vor allem Termine für Begutachtungen und andere organisatorische Fragen mit dem Gremium geklärt werden.

 

Der Zeitdruck bleibt dennoch hoch: Die von der Politik geforderte Deadline für die Antragsskizzen der Cluster ist der April 2017. 

 

Nachtrag am 20. September, 14:15 Uhr:
Soeben hat die GWK die Pressemitteilung mit der Expertenliste veröffentlicht. Sie finden Sie hier. Es stehen jetzt entgegen ursprünglicher Planungen übrigens doch 39 Namen drauf – obwohl für die neue Nummer 39 die Bestätigungsfrist noch gar nicht abgelaufen ist. Man beachte die Klammer. Ein klein bisschen Großzügigkeit im Verfahren: Ich finde das gut.  


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