Promotionsrecht? Die Außeruniversitären sagen: Nein, danke!

Zuletzt hat George Turner im Tagesspiegel davor gewarnt. „Wenn Fachhochschulen das Promotionsrecht zugestanden wird, kann man darauf warten, dass die Großkaliber der Forschung dies auch für sich reklamieren werden.“ Die „Großkaliber“, das sind für Turner die außeruniversitären Forschungsorganisationen Max Planck, Leibniz und Helmholtz.
Anlass für Turners Aufschrei war die Nachricht, dass der CDU-Wissenschaftsminister von Hessen, Boris Rhein, der ersten deutschen Fachhochschule das Promotionsrecht verliehen hat . Und zwar der Hochschule Fulda, die in ihrem Promotionszentrum für die Sozialwissenschaften künftig eigene Doktoranden ausbilden darf – ohne dass sie dafür auf Universitäten als Kooperationspartner angewiesen wäre. Man stelle sich mal vor, so Turners Logik, das gleiche gelte für Max Planck & Co: Dann hätten die gar keinen Grund mehr, mit den Universitäten zusammenzuarbeiten.
Die Warnung vor dem Promotionsrecht für die Außeruniversitären, um das Promotionsrecht der Fachhochschulen zu verhindern: eine verbreitete Argumentationslinie, die viele Fachhochschulrektoren ärgert, verquickt man doch das eine Thema mit einem vermeintlich ganz anderen. Nur was wollen sie denn nun eigentlich wirklich, die Chefs der großen Forschungsorganisationen?. Die Antworten fallen – gelinde gesagt – überraschend aus.

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