Die SPD und das Kooperationsverbot: Öfter mal ein neuer Deutungsversuch
NEUES VOM Kooperationsverbot. Anfang der Woche erst hatte ich in meinem Jahresausblick von der überraschenden Grundgesetzänderung berichtet, die den SPD-Bildungsexperten und Bundestags-Fraktionsvize Hubertus Heil im Oktober veranlasst hatte, das Verbot als "Geschichte" zu bezeichnen. Später dann, offenbar leicht eingenordet von Fraktionskollegen, hatte er immerhin noch von einem "Aufbrechen" gesprochen . Es stelle sich eine spannende Frage, schrieb ich am Montag: "Werden Sozialdemokraten, Linke und Bundesgrüne (die sind nämlich FÜR die Lockerung des Kooperationsverbots) nun mit der Änderung zufrieden sein, oder geht da noch mehr? In den vergangenen Jahren zumindest gab es kaum eine beliebtere, da plakativere Taktik, um die Union in Bildungsfragen vor sich herzujagen."
Die Antwort auf meine Frage ließ nur drei Tage auf sich warten. In einer etwas verwirrenden Pressemitteilung äußerte der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, heute wörtlich: "Für mehr Bildungsgerechtigkeit wäre es (...) hilfreich, wenn CDU und CSU endlich dafür eintreten würden, das Kooperationsverbot komplett aufzuheben."
Ich dachte, das sei nicht mehr nötig? Hatte Heil nicht in den vergangenen Monaten wiederholt den (im Übrigen wirklich beachtlichen) Verhandlungserfolg seiner Partei gerühmt, durch den jetzt wieder Initiativen wie das Ganztagsschulprogramm von 2003, also von ...
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