"Nicht hinter dem Wissenschaftsrat verstecken!"

Svenja Schulze. Foto: Dietmar Wadewitz
Svenja Schulze. Foto: Dietmar Wadewitz

"ICH HÄTTE MIR gewünscht, dass ein Signal für die Fachhochschulen viel früher gekommen wäre. Wenn am Ende einer Legislatur nicht mehr steht als die Beteuerung, die Fachhochschulen seien natürlich besonders wichtig, man müsse sich aber genau überlegen, was ihnen hilft, und dass ein Programm sicher nicht mehr in dieser Wahlperiode kommen wird, überzeugt das nicht. Man hätte sich nicht hinter dem Wissenschaftsrat verstecken, sondern mit den Fachhochschulen sprechen und schon ganz konkret handeln können. Wir haben das in NRW mit unserem Nachwuchsprogramm für die Fachhochschulen übrigens getan und machen damit gute Erfahrungen, die ich auch schon in die Gespräche eingebracht habe.

 

Die Behauptung, Fachhochschulen würden nicht strategisch agieren und müssten mehr mit Partnern außerhalb der Hochschule zusammenarbeiten, teile ich so nicht. Sie tun das längst. Die Ankündigung, hier ein eigenes Programm als so etwas wie eine kleine Exzellenzinitiative für Fachhochschulen aufzusetzen, sehe ich skeptisch. Eine bessere Lösung wäre es, neben dem Geld für das Personal die bestehenden Programme für die FH-Forschung deutlich aufzustocken.

 

Besorgt bin ich über die Aussagen zur den Bundesfinanzen für Wissenschaft und Forschung. Hier hätte ich in Zeiten von Milliardenüberschüssen des Bundes mehr Offensive und einen klareren Plan der Wissenschaftsministerin erwartet. Der reine Blick zurück und der Verweis auf die Wichtigkeit andere Politikfelder ist da einfach zu wenig."

Svenja Schulze, SPD, ist nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin.

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