Warum jetzt alle eingeschnappt sind und der Digitalpakt trotzdem kommen wird
Hamburgs Schulsenator Rabe wirft Bundesbildungsministerin Wanka Wortbruch vor – die fühlt sich ihrerseits vor den Kopf gestoßen. Alles ziemlich trivial – und doch lässt daraus etwas lernen.
IRGENDWIE HAT SICH die Sache hochgeschaukelt. Sie erinnern sich vielleicht: Vor zwei Wochen berichtete ich hier im Blog von einer " Einigung mit Schönheitsfehler ". Die Einigung, das waren die zwischen Kultusministerkonferenz und Bundesbildungsministerium ausgehandelten "Eckpunkte" zum "DigitalPakt Schule" oder, wie er offiziell heißen soll, zur "Bund-Länder-Vereinbarung zur Unterstützung der Bildung in der digitalen Welt im Bereich Schule". Der Schönheitsfehler: Am 1. Juni, dem Tag, an dem Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sich eigentlich zur offiziellen Verabschiedung der Eckpunkte und ihrer anschließenden Verkündung mit den Kultusministern in Stuttgart treffen wollte, blieb bei der angekündigten Pressekonferenz ein Platz frei. Der von Wanka. Sie sei bei deutsch-chinesischen Regierungsgesprächen unabkömmlich, hieß es – was nachvollziehbar war angesichts des Besuchs von Chinas Ministerpräsidenten und ihrem Kollegen im Amt des Wissenschaftsministers. Dann war jedoch auch Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen kurzfristig erkrankt, und das BMBF entschied: Wir schicken keinen Ersatz.
Jetzt sind alle Beteiligten beleidigt. Wanka, weil die Kultusminister die ausgehandelten Eckpunkte einseitig der Presse vorstellten. Und die Kultusminister, weil ...
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