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Die DEAL-Verhandlungen mit Elsevier sind vorerst gescheitert. Als Reaktion will der Verlag wieder alle Hochschulen zur Kasse bitten.
DASS EINE ENTSCHEIDUNG bevorstand, hatte sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Noch einmal trafen sich der Verlag Elsevier und das DEAL-Konsortium in Bonn, um die Möglichkeiten eines Kompromisses auszuloten, kurz danach verschickte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine Pressemitteilung: Die Verhandlungen werden unterbrochen. Die Elsevier-Forderungen seien "für die Wissenschaft inakzeptabel", verkündete der scheidende HRK-Präsident Horst Hippler, der weiter Verhandlungsführer und Sprecher des DEAL-Lenkungsausschusses bleiben soll.
Verhandlungen unterbrochen, was soll denn das heißen? Es ist ja nicht so, dass Elsevier und das DEAL-Verhandlungsteam ständig zusammengehockt hätten. Offenbar handelt es sich vor allem um die Reaktion der Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen auf Versuche des Verlags, den Einigungsdruck zu erhöhen.
Entsprechend verschärft HRK-Verhandlungsführer Hippler in der Pressemitteilung selbst noch einmal den Ton. Ziel sei erstens "ein Ende der für die Bibliotheken ruinösen Preisentwicklung bei den wissenschaftlichen Zeitschriften." Zweitens: die Förderung von Open Access, "also im Kern, die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung frei zugänglich machen." Der Weg dahin sei ein "nachhaltiges Publish&Read-Modell, also eine faire Bezahlung für die Publikation und dann eine freie Verfügbarkeit für die Leser." Doch Elsevier sei weiterhin nicht zu einem deutschlandweiten Vertrag nach ...
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Kommentare
#1 - Zu den Abokosten kann ich grob anmerken. Evtl. sind die…
#2 - Vielleicht schicken die Hochschulen eine Email an alle…
#3 - Stimmt die Zahl „30% Rendite“? Ich habe erst kürzlich…
Das Problem m.E. ist das System: Wissenschaftler forschen mit öffentlichen Geldern, zahlen mit diesen Geldern auch die Veröffentlichungen, die sie einschl. Layout erstellen müssen, arbeiten kostenlos für die Verlage als Gutachter, und die Institutionen müssen auch noch horrende Beträge aus öffentlichen Mitteln für den Bezug der Publikationen zahlen.
Warum nimmt die weltweit organisierte Wissenschaft das nicht selbst in die Hand? Diese Frage stelle ich seit Jahren ...
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