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Loslassen fällt schwer

Wieviel Freiheit bekommt die Agentur für Sprunginnovationen wirklich? Ein paar Nachfragen beim Bundesforschungsministerium.

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Artikelbild: Loslassen fällt schwer

Foto: Pxhere - cco 1.0

WIEVIEL BEWEGUNGSSPIELRAUM LÄSST die Politik der geplanten Agentur für Sprunginnovationen? Diese Frage hat angesichts des Streits um ihren Standort an Dringlichkeit gewonnen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt auf meine Anfrage hin mitgeteilt, dass der Aufsichtsrat der Agentur zur Hälfte aus politischen Repräsentanten bestehen wird. Insgesamt soll er zehn Mitglieder umfassen, außer dem BMBF haben sich das Wirtschafts- und Finanzministerium je einen Platz gesichert. Der Bundestag ist mit zwei Abgeordneten vertreten, es werden dieselben sein, die auch schon der Gründungskommission saßen: Manja Schüle für die SPD und Stefan Kaufmann für die CDU.

Die anderen fünf Sitze seien für je zwei Mitglieder aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie für einen weiteren Vertreter bzw. eine Vertreterin aus der Zivilgesellschaft" vorgesehen.

Was die überraschend starke Stellung der Politik im Aufsichtsrat noch pikanter macht: Auf Nachfrage bestätigt das BMBF, dass Stimmengleichheit im Aufsichtsrat die Ablehnung von Beschlussvorlagen bedeutet. Anders gesagt: Wenn die Politik im Block abstimmt, geht nicht gegen sie.

Gegen die Politik im Block geht gar nichts

Im Interview hatte die SPD-Politikerin Schüle noch gesagt, dass die Politik eine ...

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Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Fr., 23.08.2019 - 16:04
Immerhin geht es um die Verausgabung von "heiligem Geld", aka Steuergelder, da dürfen die Hohepriester (Politiker) nicht tatenlos zusehen und Laguna mal machen lassen.



Mit Blick auf die Erfahrungswerte bei er ExIni bzw. ExStra bzgl. der Zurückhaltung der Politik bei Entscheidungen bin ich mal gespannt, wie das in der neuen Agentur ablaufen wird. Die Vorzeichen sind bis dato nicht sehr ermutigend.



Eigentlich muss die Agentur das Unmögliche schaffen und das dann möglicherweise noch mit mindestens einem Arm auf dem Rücken gefesselt.



#2 -

Skeptiker | Fr., 23.08.2019 - 17:16
Natürlich ist die Zusammensetzung des Aufsichtsrats problematisch: Entweder man macht so etwas richtig, d.h. unpolitisch und rein an der Sache orientiert. Oder man lässt es bleiben, weil andernfalls nur Geld verbrannt wird.



Aber Laguna trifft eine gehörige Mitschuld: Warum hat er nicht proaktiv einen professionellen Suchprozess begonnen? Stattdessen hat er gezeigt, wie man es nicht machen darf: Leipzig lud ihn ein, und ihm ist lt. seinem Antwortschreiben "das Herz aufgegangen" weil Leipzig seine Geburtsstadt ist. Das heisst, er hat einfach nur reagiert statt geführt. Und obendrein hat er in dieser Frage einen fetten persönlichen Interessenskonflikt, den er auch noch öffentlich ...

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