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Vorsicht an der Bahnsteigkante!

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek über die Kritik an ihrer Studierenden-Nothilfe, die neue Wirklichkeit in den Schulen und ungerechtfertigte Kritik an der Wissenschaft: ein Interview.

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Artikelbild: Vorsicht an der Bahnsteigkante!

Die CDU-Politikerin Anja Karliczek: Heute geht ihr Corona-Paket ins Bundestagsplenum.

Fotos: BMBF/Laurence Chaperon.

Frau Karliczek, als Sie vergangene Woche Ihre Corona-Überbrückungshilfe für Studierende präsentierten, berichteten Sie von den vielen Schreiben betroffener Studierender, die Ihnen "in dieser Ausnahmesituation ihre Not geschildert" hätten. Das klang fast so, als hätte Sie diese Not überrascht?

Diese Pandemie hat für viele Studentinnen und Studenten in den vergangenen Wochen ganz erhebliche finanzielle Auswirkungen gehabt – und hat sie vielfach sicher noch. Gerade in der Gastronomie sind von einem Tag auf den anderen praktisch alle Jobs wegfallen. Ich kenne die Branche ja recht gut. Aber auch anderswo war der Verdienst von Studierenden plötzlich weg. Schon Mitte März haben wir begonnen, zunächst BAföG-Regelungen der Situation anzupassen – und hatten auch weitere Hilfen immer im Blick. Ich sehe die Schreiben übrigens positiv. Sie zeugen doch von dem Vertrauen in die Politik, dass sie Argumenten zugänglich und bereit ist, sich Diskussionen zu stellen.

"Einen Zuschuss für Studierende in Notlagen habe ich nie ausgeschlossen."

Vielleicht auch mehr von der Verzweiflung über die Politik? Nachdem Sie am 12. April ein Nothilfe-Paket angekündigt hatten, schon damals ziemlich spät, wie viele fanden, dauerte es nochmal über zwei Wochen, bis Sie Vollzug gemeldet haben.

Die Ausgestaltung des Pakets in all seinen Details war nicht einfach. Jetzt haben wir ein gutes Ergebnis. Für die Studierenden, die kein BAföG beziehen können, gibt es nun eine schnelle Überbrückungshilfe.

Ihr Koalitionspartner, die SPD, wollte das BAföG für die Zeit der Krise für alle öffnen, mit der bewährten Mischung aus zinslosem Darlehen und Zuschuss. Ihre Länderkollegen forderten das auch . Sie aber wollten auf keinen Fall ans BAföG ran und am Anfang auch ausschließlich einen Kredit. Warum eigentlich?

Einen Zuschuss für die, die in wirklichen Notlagen sind, habe ich nie ausgeschlossen. Das BAföG ist aber aus guten Gründen eine Studienunterstützung für die Erstausbildung. Sie ersetzt die Unterhaltsleistung der Eltern, wenn diese das Studium der Kinder nicht finanzieren können. An diesem Grundsatz wollte ...

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Kommentare

#1 -

EmCe² | Do., 07.05.2020 - 15:38
Zum Thema "zinslos" kann man hier nur den heutigen Artikel der Kollegen von SpiegelOnline empfehlen: https://www.spiegel.de/panorama/bildung/darlehen-fuer-studierende-in-not-im-ansatz-voellig-verfehlt-a-c514de36-2c90-4f36-9485-af7ba52a5ab6
...und die betroffenden Studierenden werden deshalb sagen: Danke, für nichts.

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