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Das U-Multirank wird von seinen Machern als das bessere
Ranking gefeiert. Dabei zeigt auch diese Hochschul-Rangliste massive Schwächen. Ein Gastbeitrag von Gerd Grözinger.
GERADE WURDE DIE NEUE WELLE des U-Multirank (UMR) veröffentlicht. Das ist ein weltweites hochschulbezogenes Ranking entlang mehrerer Dimensionen wie "Teaching and Learning", "Research", "Knowledge Transfer", "International Orientation", "Regional Engagement". Erstellt wird es von einigen europäischen Schergewichten der institutionellen Hochschulforschung wie etwa in Deutschland dem CHE.
Die Medienberichte über das Projekt sind durchgängig positiv. So lobt der ZEITWissen3 -Newsletter die dadurch erreichte bessere Tiefenschärfe bei der Leistungsbewertung. Und natürlich kommt allerlei Marktgeschrei von den relativen Gewinnerhochschulen. Es dominieren Schlagzeilen wie: " U-Multirank 2022: Universität Hohenheim erringt Spitzenplatz in der Forschung ", " Top-Noten für HTW und Saar-Uni ", " HM punktet mit regionalen Kooperationen, Wissenstransfer und pädagogischer Kompetenz ", " Top Bewertungen für die Universität Bayreuth im U‑Multirank ", " Uni-Siegen erreicht Spitzenwerte im internationalen Vergleich " und so weiter und so weiter.

Gerd Grözinger , Soziologe und Volkswirt, ist Professor für Sozial- und Bildungsökonomik an der Europa-Universität Flensburg.
Foto: Photostudio Klam, Berlin-Kreuzberg.
Niemand scheint sich aber mit der Methodik des Rankings auseinanderzusetzen. Journalist:innen wie Nutzer:innen sind offenbar damit zufrieden, dass eine glitzernde Homepage viele individualisierbare Vergleiche erlaubt und man ...
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