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Wissenschaftliche Kommission fordert Informatik als bundesweites Pflichtfach

Das Gremium von 16 Wissenschaftlern hat für die Kultusminister der Länder die Digitalisierung im Bildungssystem analysiert – und legt jetzt 14 Vorschläge vor, die es in sich haben. Die KMK reagiert verhalten positiv.

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Artikelbild: Wissenschaftliche Kommission fordert Informatik als bundesweites Pflichtfach

Foto: Pxhere, CC0 .

INFORMATIK SOLL PFLICHTFACH werden, die Länder müssen die digitale Medienbildung schon in der Kita als verpflichtendes Bildungsziel verankern. Die Lehrerbildung soll umgebaut, die Curricula sollen auf allen Bildungsstufen um Informatikinhalte und forschungsbasierte Lernmaterialien ergänzt werden. Und auf allen Ebenen muss sich die Bildungspolitik zu diesem Zweck stärker länderübergreifend koordinieren, einen gemeinsamen Entwicklungsplan anlegen und sich auf Etappenziele einigen: Das sind die zentralen Botschaften im Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) zur " Digitalisierung im Bildungssystem ", das SWK und Kultusministerkonferenz am Montagmorgen gemeinsam vorgestellt haben.

14 konkrete Maßnahmen für Kita, Schulen, berufliche Bildung, Hochschule und Lehrerbildung haben die 16 Kommissionsmitglieder unter Mitwirkung eines knappen Dutzend wissenschaftlicher Sachverständiger ausgearbeitet.

Für die größte öffentliche Aufmerksamkeit dürfte die Forderung sorgen, schon zum Schuljahr 2024/25 Informatik als Pflichtfach ab Klasse 5 in allen Bundesländern einzuführen – mit mindestens vier, mittelfristig sogar mit sechs Wochenstunden. In der Grundschule sollten Informatikinhalte, etwa zur Funktionsweise von Robotern, im Sachunterricht vorkommen.

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Kommentare

#1 -

Leander K | Di., 20.09.2022 - 18:06
Ich denke dies ist definitiv richtig. Als Informatiker kann ich immer nur staunen wie wenig über die Funktionsweise der digitalen Welt so verstanden wird. Diese ist nicht nur konstant Teil des Alltags, sondern auch, und dies ist einer meiner Meinung nach größten Argumente für ein umfangreich angelegtes Fach "Informatik", sehr viel in direkte Eigenverantwortung. Es müssen konstant Entscheidungen getroffen werden, von cookies im browser zu der frage was ich wo hochlade. Man ist konstant damit konfrontiert.



Ich würde mir aber wünschen, dass dieses Fach etwas weiter gedacht wird und nicht nur aus einem technischen (was ist eine Verschlüsselung, Grundlagen der ...

#2 -

Hermann H. Dieter | Fr., 23.09.2022 - 14:27
Hat denn jemals ein Bildungspolitiker definiert, was er oder sie unter "digitaler Bildung" versteht, zu vermitteln durch ein dementsprechend schlecht definiertes Pflichtfach "Informatik"? Bisher ist hier immer nur der Wunsch (und Bedarf?) nach Einbettung digitalisierter Inhalte in den Unterricht zu erkennen. Immerhin verlangt die Kommission, schon "in der Grundschule sollten Informatikinhalte, etwa zur Funktionsweise von Robotern, im Sachunterricht vorkommen". Was könnte damit gemeint sein? Die Schulung schon der Grundschüler zum "Klickvieh", damit sie fremdprogrammierte Rechner und Roboter möglichst reibungslos zum Funktionieren zu bringen? Die wichtigste Kulturtechnik zur selbstbestimmten Aneignung/Beherrschung digitaler Techniken, Inhalte und zur Erzeugung entsprechender Mehrwerte ist doch die ...

#3 -

Laubeiter | Sa., 08.10.2022 - 00:53
Ich halte Medienkompetenz für Kinder für so überflüssig wie einem Kropf. Smartphones haben in den Händen von Kindern unter 12 genauso viel zu suchen wie Bier und Zigaretten, nämlich nichts. Die Ingenieure im Silicon Valley geben ihre Kinder in Schulen, in denen elektronische Geräte verboten sind, und sie schränken den Zugang ihrer Kinder zum Netz ein - warum wohl? Mir dreht sich der Magen um bei der Vorstellung, dass für sechs Wochenstunden Informatik dann Musik, Kunst, Sport, Sprachen wegfallen könnten.

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