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In eigener Sache

LIEBE LESERINNEN UND LESER,

 

es ist eine schwierige Zeit für den Blog. Inhaltlich und finanziell. Bildung und Wissenschaft scheinen vollends aus dem Fokus der Politik verschwunden zu sein, und nicht nur aus deren: Auch die meisten Medien und große Teile der Öffentlichkeit, so scheint es, haben nur noch für Krieg, Inflation und Energiekrise einen Kopf.

 

Wer hat schon zur Kenntnis genommen, dass sich unser Bildungssystem in der dramatischsten Schieflage seit der Wiedervereinigung befindet? Dass, wie zuletzt eindrucksvoll bestätigt durch den IQB-Bildungstrend, die schulischen Basiskompetenzen der jungen Generation runter und die Bildungsungerechtigkeit noch weiter rauf geht? Wen interessiert, dass die Hochschulen in immer mehr Bundesländer in finanzielle Nöte geraten, weil die Inflation sie voll trifft, aber Landesregierungen in Mecklenburg-Vorpommern und anderswo ihnen noch dazu Minderausgaben abnötigen? Wer bekommt es eigentlich noch mit, wenn ein Forschung-Megaprojekt wie FAIR Milliarden Zusatzkosten verschluckt oder wenn Millionen Studierende seit Monaten auf 200 Euro Heizkostenzuschuss warten, von denen der Bund bis heute keine Ahnung hat, wie er sie an die Berechtigten bringen soll?

 

Lassen wir es dabei. Doch ich gebe zu: Mich sorgt es, wenn all das so wenig Widerhall in der Öffentlichkeit findet und die Interessen der jungen Generation unter ferner liefen zur Kenntnis genommen werden. Zumal die Ampel-Koalition das exakte Gegenteil versprochen hatte. Aber Sie wissen ja: die Zeitenwende... 

 

Ich merke es auch direkt an den zurückgehenden Leserzahlen in meinem Blog, ein gutes Drittel unter Vorjahr,  auf knapp unter 100.000 Besucherinnen gerutscht im Oktober. Zudem merke ich es an der schwierigen Finanzsituation, in der sich mein Blog befindet. Knapp 2.400 Euro (zuzüglich Umsatzsteuer) haben meine Unterstützer:innen im vergangenen Monat zu meiner Arbeit hier beigesteuert. Nicht einmal die Hälfte dessen, was ich mir als Ziel ausgerechnet habe. Übrigens vor gut zehn Prozent Inflation. 120 Menschen haben diesen Monat beigetragen. Ich danke jedem und jeder einzelnen herzlich und würde wünschen, dass es mehr würden.

 

Wie Sie vielleicht wissen, bestreite ich mein Einkommen hauptsächlich durch andere journalistische Aufträge und Moderationen. Doch zum Kern meiner inhaltlichen Arbeit gehört dieser Blog. Ich würde sie sehr gern fortsetzen. Bitte helfen Sie mir dabei.

 

Mit den besten Grüßen und Wünschen 

Ihr Jan-Martin Wiarda

 

PS: Wie Sie wissen, habe ich mich entschieden, meinen Blog für alle Leser*innen unabhängig von ihrem Geldbeutel offen und kostenfrei zu lassen – inklusive dem Archiv, das alle seit 2015 veröffentlichen Artikel umfasst. Tausende sind das mittlerweile. Werbefrei bleiben soll er außerdem. Wenn Sie mögen können, richten Sie gern einen Dauerauftrag ein oder zahlen Sie eine einmalige Summe. Natürlich ohne jede langfristige Verpflichtung. Alle Informationen zu den Zahlungsoptionen finden Sie hier


Einnahmen für den Blog im November


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