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Kooperation mit Risiko: Kann man mit China noch forschen?

Die China-Euphorie von einst ist auch in der Wissenschaft dem Misstrauen gewichen. Die Bundesrepublik definiert gerade ihre Außenwissenschaftspolitik neu.

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Artikelbild: Kooperation mit Risiko: Kann man mit China noch forschen?

Foto: Edward Jenner / pexels.

ES WAR IM JAHR 2009, im "Deutsch-Chinesischen Jahr der Wissenschaft und Bildung", als die damalige Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) vier Tage durch China reiste, auf Einladung ihres Pekinger Amtskollegen, eine Berufsbildungskonferenz eröffnete und eine Wissenschaftsausstellung auf der Deutsch-Chinesischen Promenade. "Deutschland und China sind wichtige Partner in der Forschung", sagte Schavan. "Wir wollen unsere Zusammenarbeit weiter ausbauen und insbesondere den Austausch zwischen unseren Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Forschungsstätten intensivieren."

14 Jahre später klingt die amtierende Bundesforschungsministerin so: "Wir dürfen China nicht naiv gegenüber sein und müssen extrem aufpassen", sagte Bettina Stark-Watzinger (FDP) T-Online . Hochschulen müssten Forschungskooperationen "sorgsam abwägen", gerade bei Technologien aufpassen, "die militärisch genutzt werden oder auch entgegen unserer Werte eingesetzt werden können."

Sie würde kein Konfuzius-Institut an ihrer Hochschule haben wollen, sagt BMBF-Chefin Stark-Watzinger

Die China-Euphorie von einst ist dem Misstrauen gewichen. Beispiel Konfuzius-Institute: Vor 15 Jahren galten sie als chinesisches Pendant der Goethe-Institute, oftmals betrieben in Partnerschaft mit deutschen Hochschulen, die sie als Aushängeschilder ihrer China-Kompetenz nutzten. Dass sie und die an ihnen hängenden ...

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Kommentare

#1 -

kldi | Mi., 31.05.2023 - 13:11
die Forschung mit China ist ein Punkt. Ein anderer Punkt ist die Ausbildung von China in deutschen Unis. In all meinen Kursen, die in irgend einer Weise mit KI zu tun haben, ist der Hörsaal zu 60% mit chinesischen Studierenden besetzt. Wird diese Situation der kostenfreien Ausbildung auch angesprochen?

#2 -

Nikolaus Bourdos | Mi., 31.05.2023 - 15:29
#1: Für mich schon seit Jahren unverständlich, dass kostenloses Studieren für Ausländer immer noch möglich ist. Das zumal Deutschland immer (noch) nicht in der Lage ist, Angehörige visapflichtiger Staaten vergleichsweise unbürokratisch hier zu halten. Dann nämlich würde Deutschland davon profitieren, junge Menschen kostenlos auszubilden. Wenn Sie unmittelbar nach dem Studium das Land wieder verlassen, haben wir davon unmittelbar nichts.

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