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An ihren Taten sollt ihr sie erkennen

Haltung und Handeln: Wie sich die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften konkret für die Beförderung und Befestigung einer offenen, demokratischen Gesellschaft einsetzt. Eine Replik von Christoph Markschies.

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Artikelbild: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen

Christoph Markschies ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Foto: BBAW, Pablo Castagnola.

UNTER DER ÜBERSCHRIFT "Bekenntnisse sind gut, Taten sind besser", hat Kristin Eichhorn, Literaturwissenschaftlerin an der Universität Stuttgart und eine der Initiatorinnen von "#IchbinHanna", am vergangenen Donnerstag in diesem Blog die Wissenschaft dazu aufgefordert, sich für die Demokratie und die offene Gesellschaft nicht nur mit Erklärungen einzusetzen, sondern sich ihrer Gefährdung und Aushöhlung auch aktiv entgegenzustellen. Sie schreibt: "Um effektiv für den Erhalt unserer Demokratie einzustehen, muss man sich der schleichenden Normalisierung von sie unterwandernden Tendenzen im Alltagshandeln aktiv und ständig entgegenstellen. Das ist unbequem und etwas völlig anderes als der übliche wissenschaftliche Diskurs. Es braucht also ein verändertes Auftreten, um nicht von den Ereignissen überrannt zu werden."

Wer wollte da widersprechen? Längst wird nicht mehr nur gegen eine offene Gesellschaft gehetzt, vielmehr werden konkrete Schritte gegen sie vorbereitet, und man muss befürchten, dass solche Positionen in unserem Land parlamentarische Mehrheiten gewinnen können. Es ...

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Kommentare

#1 -

Tobias Denskus | Mo., 05.02.2024 - 12:33
Ja, das ja alles nett und ausfuehrlich, aber warum hätte man nicht einfach sagen können "tut uns leid, wir haben keinen Termin frei"? Man kann ja zwischen vermeintlicher "cancel culture" und "wir organsieren ja auch weitere Gesprächskreise" auch einfach mal im Bereich des zivilen Ungehorsams gehen um etwas aktiv zu verhindern.

#3 -

G.N. | Mo., 05.02.2024 - 13:46
In der Tat stört auch mich der gehörige Anteil an Eigenvermarktung. Ebenso, dass hier v.a. das Regelgeschäft vermarktet wird. Sind für morgen ähnlich werbende Gastbeiträge der Leopoldina, von acatech, der Akademienunion oder bspw. der Bayerischen Akademie der Wissenschaften oder einer anderen Landesakademiezu erwarten, welche nebenbei alle (interessanter Weise) nicht zu den Erstunterzeichnenden gehören. Besser: weniger Werbung, mehr Handeln.

#4 -

Jan-Martin Wiarda | Mo., 05.02.2024 - 15:37
G.N.: Wie Sie wissen, handelt es sich hierbei um eine Replik. Inhaltliche Auseinandersetzung wie immer gern. Die Polemik von wegen weiterer "werbender Gastbeiträge" von Institutionen bitte ich zu unterlassen. Viele Grüße!

#5 -

Laubeiter | Di., 06.02.2024 - 17:39
eine Replik - warum schreibt man sie? Der Präsident einer Akademie, also einer Körperschaft öffentlichen Rechts, repliziert hier auf einen Beitrag, der fragte, welche Bedeutung seiner Vermietung des Akademiegebäudes an einen privaten Verein von ProfessorInnen zukommt. Da die Vermietung in der Replik weggelassen ist, bleibt die Bedeutung offen. Ist bekannt, ob ProfessorInnen des privaten Vereins gleichzeitig Akademiemitglieder sind?

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