Direkt zum Inhalt

Mehr Budget, weniger Freiheit?

Der Entwurf für den nächsten EU-Finanzrahmen verspricht mehr Geld für Innovation und Exzellenz – doch zu welchem Preis? Was nun auf Wissenschaft und Hochschulen zukommt.
Flagge der Eruropaeischen Union mit einem gelben Euro Zeichen im Kreis der gelben Sterne.

Foto: jorono / Pixabay.

ZWEI BILLIONEN EURO Ambitionen. Oder doch eher zwei Billionen Verhandlungsmasse? Als Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Mitte Juli ihren Entwurf für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU (MFR) vorstellte, war die Inszenierung groß. Der Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034 sei das Budget "für eine neue Ära" – mit mehr Geld für Innovation, Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit. Auch Forschung und Bildung wurden als Gewinner präsentiert, während es weniger Geld für Agrarsubventionen geben soll. Eine Priorisierung, die zum europäischen Entwicklungsrückstand passen würde. Doch schon der erste Blick auf die Reaktionen zeigt: Der Weg von Brüssel zur Umsetzung ist lang. Und traditionell gesäumt von Kürzungen, Blockaden und nationalen Begehrlichkeiten.



Tatsächlich ist der Kommissionsvorschlag, der in den kommenden Monaten im Europäischen Rat und im Parlament verhandelt wird, erst der Auftakt zu einem komplexen politischen Prozess. Spätestens bis Ende 2027 muss der MFR stehen, damit ab dem 1. Januar 2028 neue Förderprogramme anlaufen können. Das Hin und Her zwischen Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten über den Mehrjahreshaushalt der EU dauert mitunter Jahre.

Im ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Vorherige Beiträge in dieser Kategorie


  • Maischberger

Keine Staatskrise, aber ein Lehrstück

Dorothee Bärs Auftritt bei "Maischberger" offenbart ein Dilemma zwischen politischer Meinung und ministerieller Verantwortung. Die Kritik aus der Wissenschaft ist laut – doch was lässt sich daraus lernen?


  • Dorothee Bär

Technologiepolitik mit Unterstrich

Die "Hightech_Agenda_Deutschland" ist Dorothee Bärs wichtigstes Projekt, der unveröffentlichte Entwurf befindet sich in der Ressortabstimmung. Was steht drin? Die Analyse eines Papiers mit Roadmaps, Flaggschiff-Maßnahmen, Monitoring – und echtem Mut zum Risiko.


  • Screenshot Ausschnitt Startseite der Nationalen Datenforschung Infrastruktur

Geld gegen Governance

Der Wissenschaftsrat macht klare Vorgaben für die Zukunft der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur: Dauerhafte Förderung soll es nur geben, wenn Struktur und Steuerung umgebaut werden.