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Mehr gelernt, als die Rankings verraten

Wo Studien Alarm rufen, beweisen Lehrkräfte und Kinder tagtäglich Fortschritt: Warum wir unser Bild von guter Schule revidieren sollten. Ein Gastbeitrag von Markus Warnke.
Artikelbild: Wie laut müssen die Signale eigentlich sein?

Markus Warnke , ist seit 2013 Geschäftsführer der  Wübben Stiftung Bildung . Zuvor war er im Kinder- und Jugendministerium von Nordrhein-Westfalen und Bundesgeschäftsführer beim Familienbund der Katholiken in Berlin. Foto: Peter Gwiazda, Wübben Stiftung.

" QUALITÄT DER SCHULEN VERSCHLECHTERT SICH WEITER ", " Schulqualität nimmt weiter ab " – das sind nur zwei der Überschriften aus der Vorabberichterstattung zum Bildungsmonitor 2025 , der am heutigen Dienstag offiziell veröffentlicht wird. Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ermittelt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln anhand einer Vielzahl von Bildungsdaten und Statistiken jedes Jahr unter anderem ein Länder-Ranking. Ob Bildungsmonitor, IQB-Bildungstrend oder internationale Bildungsvergleiche: Regelmäßig werden Untersuchungen zu den Leistungen von Schülerinnen und Schülern so betitelt. Ein etwas älteres Beispiel: " PISA-Studie – Deshalb sind Deutschlands Schulen so schlecht ". 



Schlechte Schülerleistungen = schlechte Schulen, diese Gleichung scheint simpel, und sie kann stimmen. Oder komplett in die Irre führen. Häufig wissen wir es nämlich gar nicht! Richtig ist, dass das Leistungsniveau von Schülerinnen und Schülern in Deutschland in den ...

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Kommentare

#1 -

Michael Felten | Do., 11.09.2025 - 23:41

In diesem Beitrag gibt es ein Problem. "Alle sollen dieselben Lernziele erreichen, (...) denn alle Kinder haben dasselbe Grundrecht auf Bildung." Deshalb müssen "wir Bildung so gestalten, dass alle Kinder mitkommen können".

Anzunehmen, dass alle Schüler dieselben Lernziele erreichen können, wäre wohl weltfremd - außer man setzt diese extrem niedrig an. Das "Grundrecht auf Bildung" für alle jungen Menschen realisieren hieße vielmehr, dafür zu sorgen, dass jeder Lernende sich möglichst gut entwickeln kann. Also geht es - abgesehen von ausreichendem qualifiziertem Personal - um hochqualitativen Unterricht, mit individueller Förderung wie auch sozialer Orientierung.

#2 -

Wolfgang Kühnel | So., 14.09.2025 - 12:40

Hat man uns eigentlich jemals mitgeteilt, was alles mittels der Bildungs-ID in einer Datenbank gespeichert werden soll oder darf, und wer dann Einsicht haben darf?  § 15 im Schulgesetz von Berlin enthält detaillierte Regelungen, was mit der sog . Schülerakte bei einem Wechsel von einer Schule zur anderen geschehen soll bzw. darf. Wieso also kann man diese Schülerakte nicht jetzt schon für dieselben segensreichen Zwecke nutzen? Gibt es rechtliche Einschränkungen? Dafür wäre Herr Warnke als Jurist doch der richtige Mann. Stattdessen verkündet er pädagogische Weisheiten und weiß auch genau, was eine gute Schule ist:  dort, wo es die größten Lernzuwächse ...

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