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Ein Gesetz, drei Vorschläge

Das BMBF hat seine WissZeitVG-Eckpunkte "zurück in die Montagehalle" geholt. Ein öffentliches Gespräch mit Hochschulrektoren, Wissenschaftsorganisationen, Verbänden und Initiativen soll am Donnerstag den Durchbruch bringen. Drei Vorschläge, wie das gelingen könnte.

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Michael Schulz ist Direktor des MARUM an der Universität Bremen, Georg Jongmanns hat das WissZeitVG evaluiert, Simon Pschorr ist Jurist und Experte für das Arbeitsrecht des akademischen Mittelbaus (von links). Fotos: privat.

BUNDESFORSCHUNGSMINISTERIN Bettina Stark-Watzinger (FDP) versucht, die Erwartungen zu dämpfen. Der Bund könne mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) zwar die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingen schaffen, man könne damit aber nicht alles regeln, sagte sie im Deutschlandfunk . Wichtiger seien generell mehr Arbeitsplätze ohne zeitliche Befristungen.

Kurz vorher hatten Gewerkschaften, Beschäftigeninitiativen und Professor:innen vor dem BMBF demonstriert. Es war das erste Mal, dass Stark-Watzinger sich öffentlich in die WissZeitVG-Debatte einschaltete, nachdem sie am vorgegangenen Freitag den vermeintlichen Durchbruch bei den Ampel-Eckpunkten zur geplanten Reform verkündet hatte. Danach war sie zu ihrer Taiwan-Reise aufgebrochen. Als die Pläne in einen Proteststurm gerieten und tausende Professoren sich per offenem Brief mit "#IchbinHanna" solidarisierten, waren es dann Stark-Watzingers Staatssekretäre gewesen, die auf Twitter das Zurückrudern übernahmen .

Diesen Donnerstag hat das BMBF nun zwischen 10 und 12 Uhr vormittags

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Kommentare

#2 -

hmm | Di., 28.03.2023 - 14:49
In der heutigen FAZ hat Marietta Auer, Direktor am MPI für Rechtsgeschichte u Rechtstheorie, Frankfurt, einen Artikel zum Thema veröffentlicht. Das ist der einzige sinnvolle Beitrag zum Problem, den ich bislang gesehen habe. Verkürzt gesagt, lautet ihre Botschaft:



Abschaffung der Höchstbefristungsregelungen. Stattdessen: Mindestbefristungsregelungen.



Genau das würde das Problem weitestgehend lösen. Wer das Risiko eingehen will (und es ist gut, dass das ein Risiko ist), in der Wissenschaft zu bleiben, kann das ad ultimo auf befristeten Stellen tun - solange er gut genug ist, eine solche Stelle zu bekommen oder eine Professur - und die Mindestbefristungsdauer (etwa von einigen Jahren) sichert ...

#3 -

DW | Di., 28.03.2023 - 20:35
Hallo Herr Wiarda,
warum kommen hier nur Maenner zur Wort als Gastautoren? Das reflektiert mal wieder, wo grosse Probleme in der Wissenschaft sind. Minderheiten, Frauen, PoC, usw. werden gar nicht gefragt. Immer, wenn es etwas zu entscheiden gilt, tauchen Maenner auf oder besetzen solche Stellen.

#5 -

SG | Mi., 29.03.2023 - 13:45
Antwort auf #2:



Nein der Vorschlag ist der einzig sinnvolle. Der Aspekt der Abschaffung Maximalbefristung u Schaffung von Mindestvertragslaufzeiten mit daran gekoppelten "Zielen" ist sicher diskussionswürdig.



Aber auch ihr Vorschlag zielt am Ende wieder nur darauf, "Prof als einzige Option einer unbefristeten Stelle" und verkennt die Realitäten, daß auch unterhalb der Professur unbefristetet Stellen notwendig sind.



U in der bisherigen Diskussion wird ein besonderes Problem an Unimedizinen massiv übersehen, dort machen 80-90% der Forschungstätigkeit im "Epi" und "Wetlab" Bereich mittlerweile Nicht-Mediziner, sprich meist Naturwissenschaftler. Für die gibt es die Option "Professur als unbefristete" Option einfach nicht, weil die meisten maximal ...

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