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Vermessene Studenten

Die Ergebnisse der 21. Sozialerhebung liegen vor. Die ersten Reaktionen konzentrieren sich auf die angespannte Finanzlage vieler Studenten.

DIE SOZIALERHEBUNG WAR noch nie eine Publikation, die man eben mal rasch durchblättert, und dann war's das. Im Gegenteil: Die Ergebnisse, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) heute auf knapp 200 Seiten veröffentlicht hat, werden sich in ihrer Tiefe auch diesmal erst allmählich erschließen. So umfangreich sind die zum 21. Mal erhobenen Daten über die Lebenswirklichkeit der Studenten in Deutschland. Deshalb sind auch die heute erschienenen Schlagzeilen, so spannend sie sind, doch nur als erstes Exzerpt zu sehen.

Betont nüchtern daher kommt die Überschrift der Pressemitteilung, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Finanzier der Studie gemeinsam mit DSW und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) herausgegeben hat: "Umfrage mit Rekordbeteiligung". Noch nie hätten so viele Studenten mitgemacht, die Angaben von mehr als 60.000 Menschen an 248 Hochschulen seien eingeflossen. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte bei der Vorstellung der Studie, die Gruppe der Studentinnen und Studenten sei "heute so vielfältig wie unsere ganze Gesellschaft und hat entsprechend ganz unterschiedliche Bedürfnisse im Studium." Die Hochschulen müssen daher ihre Studienformen noch flexibler gestalten. Zudem wünschten sich die Studenten mehr ...

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Kommentare

#1 -

Ein Schelm | Mi., 28.06.2017 - 19:17
Ein Schelm, wer Arges dabei denkt? Bildungstrichter abgeschafft, weil die Daten auch aus anderen Erhebungen stammen und weil sie "wahrscheinlich" im nächsten Nationalen Bildungsbericht wieder auftauchen? Ah ja, das sind wirklich überzeugende Gründe dafür, dass es auf keinen Fall mehr vor den Wahlen veröffentlicht werden kann. ;-)



Schließlich könnte es Wasser auf die Mühlen der Vielen sein, die den "Mythos von den Leistungseliten" (Hartmann) als immer größer werdenden Mythos sehen und die beide Regierungsfraktionen an empfindlicher Stelle mit Fragen traktieren könnten: Die CDU/CSU bei der angeblichen Leistungsgerechtigkeit der Gesellschaft und der "Chancen durch Bildung", die SPD bei der sozialen Gerechtigkeit.

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