Also wir kommen auf weniger
Hochschulforscher berichten regelmäßig eklatant hohe Abbrecherquoten in den Ingenieurwissenschaften. Jetzt halten TU9 und acatech mit einer eigenen Studie dagegen.

HEUTE VERÖFFENTLICHEN die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, kurz acatech, und der Hochschulverbund TU9 eine neue Studienabbrecherstudie. Wobei sie ganz so neu dann doch nicht ist, erste Ergebnisse hatte der TU9-Vizepräsident und Stuttgarter Rektor Wolfram Ressel schon im Sommer präsentiert.
Interessanter noch als die Studie selbst ist der Grund für ihr Zustandekommen. An den technischen Universitäten fühlen sie sich nämlich schon länger an den Pranger gestellt, vor allem in den Medien. Die Abbrecherquoten in den Ingenieurwissenschaften, so der Tenor, seien unangemessen hoch. Auch ich hatte 2012 einen Artikel zum Thema in der ZEIT geschrieben und gefragt: „Wie kann es sein, dass fast jeder zweite Ingenieurstudent an Deutschlands Universitäten sein Studium abbricht, und alles, was die verantwortlichen Professoren dazu zu sagen haben, erschöpft sich in müden Ausreden?“
Laut einer Untersuchung des damaligen Hochschul-Informations-Systems (HIS) verließen zu dem Zeitpunkt 48 Prozent der Ingenieurstudenten eines Jahrgangs Deutschlands Universitäten ohne Abschluss. Die TU9-Universitäten gehören zu den größten Anbietern ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge. Ihre Reaktion: Sie wollten ihre eigene Studie. Und sie bekamen sie, finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - Mir ist nicht ganz klar, ob über die reine Erfassung der…
In vielen pesönlichen Gesprächen mit Ingenieurstudierenden stelle ich häufig fest, dass die Vorstellungen von und die Erwartungen an das Ingenieurstudium weit von der Realität abweichen. Vielleicht liegt da auch ein Grund für die Abbrecherquoten, da Technik nur selten ein Schulfach ist und entsprechend wenig Information bis zu den Schülerinnen und Schülern gelangen. Also - mir fehlt hier die ...
Neuen Kommentar hinzufügen