Keine Grundlage für die erbetenen Daten
Eine parlamentarische Anfrage ergibt: Das BMBF weiß wenig über die Zusammensetzung seiner Auswahlkommissionen.

DASS DAS BUNDESMINISTERIUM für Bildung und Forschung (BMBF) eine Drittmittelmaschine ist, dürfte keinen überraschen. Die Förderung über Programme und zeitlich befristete Initiativen gehört zu den Kernaufgaben des Hauses von Anja Karliczek, und das wird trotz geplanter oder bereits vollzogener Verfassungsänderungen (Grundgesetzartikel 104c und 91b) so bleiben.
Dennoch ist die Zahl, die eine Kleine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion ergeben hat, atemberaubend. Anna Christmann, Fraktionssprecherin für Innovations- und Technologiepolitik, wollte wissen, wie "die extern besetzten bzw. Auswahlkommissionen, die über die Auswahl der Forschungsanträge der vom BMBF geförderten Programme entscheiden, derzeit zusammengesetzt" sind. Viel konnte (oder wollte) ihr das BMBF nicht sagen, aber dieses schon: Allein im ersten Halbjahr 2018 beauftragte das Ministerium "im Rahmen der Förderbekanntmachungen durch das BMBF" 914 externe Experten.
Nun sollte man denken, dass angesichts der überragenden Bedeutung der Auswahlkommissionen für den Erfolg der ministeriellen Förderpolitik eine Strategie existiert, die die Vielfalt der Jurys garantiert – ein Ziel übrigens, welches das BMBF gerade den Hochschulen immer wieder (zu Recht!) in seinen Programmen auferlegt.
Tatsächlich aber, und das ist an der Antwort auf Christmanns Anfrage nicht weniger erstaunlich, weiß die ...
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Kommentare
#1 - Ich war im letzten halben Jahr als Gutachterin fürs BMBF…
#2 - Wie ist die Interessenlage bei denen die das (vielleicht)…
Wie wird das bezahlt?
Andere Interessen?
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