Transparenz, bitte!
Die DFG und die Personalie Dzwonnek
DIE PERSONALIE, die heute durch den Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ging, ist brisant. Deshalb verbieten sich an dieser Stelle alle Spekulationen, ja es verbietet sich auch das Zitieren aus vertraulichen Sitzungen. Und das sage ich ausdrücklich als einer, der sonst als Journalist, wie Sie wissen, durchaus über interne Diskussionsstände berichtet. Aber wie gesagt: Nicht heute, nicht angesichts der Besonderheit des Vorgangs und seiner Folgen für die betroffene Person.
Zu dem, was offiziell bekannt ist: DFG-Präsident Peter Strohschneider hat heute Nachmittag in einem kurzen Pressestatement mitgeteilt , dass Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek "auf Bitten des Hauptausschusses der DFG ihr Ausscheiden aus den Diensten als Generalsekretärin erklärt" habe und damit den Weg für eine geordnete Nachfolgeregelung frei mache.
Es geht um eine Personalie, vor allem aber geht es auch um eine Institution, und zwar nicht um irgendeine, sondern um die mit Abstand größte und wichtigste deutsche Forschungsförderorganisation. Die eine zentrale Rolle spielt in unserem Wissenschaftssystem. Die Wettwerbe und Förderprogramme, die die DFG administriert, bestimmen über das Geschick der Universitäten und über die persönlichen Karrieren von Forschern. Bei der Exzellenzkommission, die erst kürzlich die Bewilligungsentscheidungen in der Exzellenzstrategie getroffen hat, führte DFG-Präsident Strohschneider den Vorsitz.
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Kommentare
#1 - Ja, das sind die richtigen Fragen. Aber es geht nicht…
#2 - Und wo war der Präsident in den letzten 5 Jahren?
#3 - Da muss man nichts hineingeheimnissen: Dass zu den Aufgaben…
#4 - Wie kann man jemandem gratulieren, der 6 Jahre den…
#5 - Liebe Leserinnen und Leser,ich freue mich, wenn engagiert…
ich freue mich, wenn engagiert diskutiert wird. Aber nochmal: Kritik ist gut, aber Beleidigungen und unbelegte Behauptungen gehen so nicht. Deshalb muss ich die weiteren Kommentierungen zu diesem Beitrag moderieren, das heißt: Ich lese sie erst und schalte sie dann frei. Ich bitte um Verständnis!
Beste Grüße
Ihr Jan-Martin Wiarda
#6 - Insbesondere freue ich mich für all die Mitarbeiter der…
#7 - Es war sicher kein Alleingang des Präsidenten ohne…
#8 - Die DFG ist ein Verein des bürgerlichen Rechts und wird…
#9 - War es nicht Frau Dorothee Dzwonnek, die die Genderthemen…
#10 - Danke, veritas, für den differenzierten Kommentar! Der…
#11 - Dort, wo die DFG gegenüber politischen Autoritäten…
#12 - Zunächst: ich lese aus den giftigen Formulierungen des…
Gerade mit Blick auf die Schärfe der Formulierung ließe sich fragen, was zum Eklat geführt bzw. sich latent angestaut hat. Mitte September traf sich das DFG Präsidium in München bereits zu einer Krisensitzung, zuvor war Wolfgang Ertmer als Vizepräsident zurückgetreten, und wenn man weiter zurückgehen würde, müsste die schwierige Beziehung zwischen Dzwonnek und dem ehem. DFG-Präsidenten Matthias Kleiner ...
#13 - Das war's...ein Paukenschlag und die starre, von Bund und…
Dorothee Dzwonnek muss das Feld räumen; ihre aufopferungsvollen Versuche, die ideenlose DFG und ihre semiprofessionelle Verwaltung voranzutreiben, wurden mit der Machete gekappt. So macht man es im Garten-man schneidet starke Triebe einer Pflanze um schwache Äste zu stärken. So etwas funktioniert vor allem wenn es keinen guten Gärtner gibt, der alles ausbalancieren würde. Der Gärtner bei der DFG wären Bund und Länder-doch die vertrauen der Machete. Einer der Vorredner fordert einen Neuanfang. Ja bitte!
#14 - Einträge, die kritisch das Führungsverhalten der…
#15 - @Interessierte BeobachterinIn einem Punkt haben Sie Recht.…
In einem Punkt haben Sie Recht. Ich habe keine expliziten Moderationsregeln, weil diese bislang nicht nötig waren. Ich schätze die LeserInnen meines Blogs sehr, weil sie bei allen Meinungsverschiedenheiten einen fairen und respektvollen Ton einhalten. Leider ist dies im Fall der Causa Dzwonnek nicht der Fall. Ich habe das anfangs unterschätzt und zu spät mit dem Moderieren angefangen. Offenbar gehen die internen Wogen in der DFG sehr hoch, das kann man aus dem Ton ablesen. Aber auch, dass es einige Leute gibt, die aus der Anonymität heraus gern Beleidigungen formulieren. Also zu den Regeln. Kritik: sehr gern. Beleidigungen ...
#16 - Sehr geehrter Herr Wiarda,haben Sie Dank für Ihre…
haben Sie Dank für Ihre klärenden Worte. Ich kann Ihre Position nun gut verstehen.
Grobe Beleidigungen gehören m.E. völlig zu Recht aus der Öffentlichkeit verbannt. Wechselseitiger Respekt sollte in jedem Konflikt gewahrt bleiben.
Es gibt jedoch auch eine Form von Beleidigungen, die subtiler gebaut, aber nicht weniger diskreditierend ist. Ich meine damit Formulierungen wie der „Admiralspräsident (der) (…) von Land aus das eigene Flaggschiff versenkt.“ Die ‚Sachaussage‘ spielt mit dem Ehrenkodex, dem zu Folge der Kapitän als letzter das Schiff zu verlassen hat. Oder der Hinweis auf den „Professor der Mitteldeutschen Literatur“ vs. „Topmanagerin“, das erinnert ...
#17 - @ Interessierte BeobachterinVielen Dank für Ihre…
Vielen Dank für Ihre Einschätzung. Ich kann Ihnen versichern, und das ist irgendwann dann auch ermüdend, dass ich mich bemühe, beim "Moderieren" so fair zu sein, wie es nur geht, und zwar allen Akteuren gegenüber gleichermaßen, und gleichzeitig so viel an (womöglich auch scharfer, aber eben nicht menschlich herabwürdigender) Kritik stehen zu lassen wie möglich.
Wie gesagt: Es stimmt mich traurig, dass das bei diesem Thema überhaupt nötig ist. Im Einzelfall können Sie natürlich zu anderen Ergebnissen kommen, ob ich beim Moderieren die richtigen Entscheidungen treffe oder nicht.
Ich habe jedenfalls keinerlei persönliche Tendenz in der Angelegenheit ...
#18 - Ich stimme Vorrednern zu.Bei Frau Dzwonnek stellte man seit…
#19 - Eine persönliche Bemerkung aus der Erfahrung von fast vier…
#20 - Letztlich ist klar, daß es menschelt und hier zwei…
#21 - In ihrer Zeit im Düsseldorfer Ministerium und später als…
Damals in Dortmund hatte ich Frau Dzwonnek erstmals getroffen, und ich bin heute für viele Jahre der Freundschaft dankbar! Mir fehlt jedes Verständnis, dafür, was die DFG hier umtreibt.
#22 - Ich habe Frau Dzwonnek in Ihrer Zeit am Forschungszentrum…
#23 - Was bleibt, ist auf jeden Fall eine beschädigte DFG –…
#24 - Ohne Beispiel scheint mir, wie hier eine herausragende…
Ich habe den beruflichen Werdegang von Dorothee Dzwonnek über zwei Jahrzehnte verfolgen können, einige Jahre auch durch enge Zusammenarbeit. Die dabei gesammelten Erfahrungen mit Dorothee Dzwonnek lässt mich die Einschätzung von Joachim Treusch voll unterstreichen. Immer war für Frau Dzwonnek Sachorientierung und Zielerreichung vorrangig. Sie hat sich ihrer jeweiligen Aufgabe mit selten gekanntem Engagement gewidmet. Sie war nicht ohne Ehrgeiz, ...
#25 - Herzlichen Dank an Joachim Treusch für die klaren Worte,…
Ungeachtet dessen gehört es aber zu den Spielregeln demokratisch verfasster Gemeinschaften, dass Verantwortung für bestimmte Entscheidungen an Einzelne übertragen wird. Dazu gehören insbesondere auch Personalia, die aus gutem Grund nicht in großer Runde verhandelt werden. Dabei sind Fehlentscheidungen genauso wenig auszuschließen ...
#26 - Nun ist die Katze aus dem Sack und ein Stück Transparenz…
#27 - Ich teile Joachim Treuschs Würdigung in jedem Punkt und…
#28 - Hallo, das ist nicht ganz korrekt. Geändert werden soll…
In der Tat geht es aber Richtung Präsidialstruktur. Aber ein so großer Laden wie die DFG erfordert auch eine klare Hand. Da passt es nicht wenn zwei Alphatiere Machtspielchen betreiben. Ich kann das Hauen mit der Faust auf den Tisch durch den Präsidenten verstehen,
#29 - Ich habe Dorothea Dzwonnek als sehr verlässliche und…
#30 - Ich kenne die DFG aus verschiedenen Perspektiven…
Für engagierte Wissenschaftler ist die DFG das Maß der Dinge. Eine Förderung durch die DFG "adelt".
Die Entscheidung sich von Frau Dzwonnek zu trennen, bedauere ich zutiefst. Die Wissenschaft entwickelt sich mit rasanter Beschleunigung. Die Entwicklung der DFG - wichtigste Mittler zwischen Geldgeber und Geldempfänger in Deutschland - läuft nicht parallel. Wer Frau Dzwonnek kennt und wer - wie ich - viel mit ihr über Wissenschaftsförderung diskutiert hat, realisierte rasch, dass die notwendige Evolution ...
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