Direkt zum Inhalt

Transparenz, bitte!

Die DFG und die Personalie Dzwonnek

DIE PERSONALIE, die heute durch den Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ging, ist brisant. Deshalb verbieten sich an dieser Stelle alle Spekulationen, ja es verbietet sich auch das Zitieren aus vertraulichen Sitzungen. Und das sage ich ausdrücklich als einer, der sonst als Journalist, wie Sie wissen, durchaus über interne Diskussionsstände berichtet. Aber wie gesagt: Nicht heute, nicht angesichts der Besonderheit des Vorgangs und seiner Folgen für die betroffene Person.

Zu dem, was offiziell bekannt ist: DFG-Präsident Peter Strohschneider hat heute Nachmittag in einem kurzen Pressestatement mitgeteilt , dass Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek "auf Bitten des Hauptausschusses der DFG ihr Ausscheiden aus den Diensten als Generalsekretärin erklärt" habe und damit den Weg für eine geordnete Nachfolgeregelung frei mache.

Es geht um eine Personalie, vor allem aber geht es auch um eine Institution, und zwar nicht um irgendeine, sondern um die mit Abstand größte und wichtigste deutsche Forschungsförderorganisation. Die eine zentrale Rolle spielt in unserem Wissenschaftssystem. Die Wettwerbe und Förderprogramme, die die DFG administriert, bestimmen über das Geschick der Universitäten und über die persönlichen Karrieren von Forschern. Bei der Exzellenzkommission, die erst kürzlich die Bewilligungsentscheidungen in der Exzellenzstrategie getroffen hat, führte DFG-Präsident Strohschneider den Vorsitz.

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Kommentare

#1 -

Ton | Mo., 12.11.2018 - 01:00
Ja, das sind die richtigen Fragen. Aber es geht nicht vorwiegend um Transparenz, sondern um die Frage der Verantwortung. Wer hat Fehlentwicklungen zugelassen? Wo waren Präsident und Präsidium in all dieser Zeit? Sie tragen lt. Satzung die Verantwortung für den Verein DFG. Wie haben sie diese in den zurückliegenden Jahren wahr genommen? Und zweitens drängt sich eine genderpolitische Frage auf: kann man sich ein solches “Ergebnis“ und eine solche Presseerklärung bei einem Mann vorstellen? Oder hätte es dort eine einvernehmliche Lösung gegeben?

#3 -

Weissmernich | Di., 13.11.2018 - 21:44
Da muss man nichts hineingeheimnissen: Dass zu den Aufgaben des Hauptausschusses der DFG auch die Bestellung der Generalsekretärin gehört, kann man in der Satzung der DFG nachlesen. Mithin musste er wohl damit befasst werden. Wenn man den Kaffeesatz der Pressemitteilung etwas genauer liest, ist sie dessen Bitte gefolgt. Heisst: Es gab keine Verletzung ihrer vertraglichen Pflichten - oder man will keine schmutzige Wäsche waschen und beide Seiten das Gesicht wahren lassen.Quadratur des Kreises.

#5 -

Jan-Martin Wiarda | Mi., 14.11.2018 - 08:53
Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, wenn engagiert diskutiert wird. Aber nochmal: Kritik ist gut, aber Beleidigungen und unbelegte Behauptungen gehen so nicht. Deshalb muss ich die weiteren Kommentierungen zu diesem Beitrag moderieren, das heißt: Ich lese sie erst und schalte sie dann frei. Ich bitte um Verständnis!

Beste Grüße
Ihr Jan-Martin Wiarda

#7 -

Weissmernich | Mi., 14.11.2018 - 10:07
Es war sicher kein Alleingang des Präsidenten ohne Unterstützung durch das Präsidium. Denkbar weiterhin, dass dieser drastische Schritt Reaktion auf eine fortschreitende Eskalation war. Transparenz lässt sich immer leicht fordern, aber auch leitende BeamtInnen haben ein Anrecht auf Vertraulichkeit bezüglich ihres Dienstverhältnissses.

#8 -

Veritas | Do., 15.11.2018 - 08:08
Die DFG ist ein Verein des bürgerlichen Rechts und wird von einem aus zwei Personen bestehenden Vorstand geführt: Generalsekretärin und Präsident. Eine seit Jahrzehnten anerkannte und bestens vernetzte Top-Managerin im Wissenschaftsbereich arbeitete über 11 Jahre in einem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis zusammen mit jeweils befristet gewählten Präsidenten, aktuell mit einem Professor für Mittelhochdeutsche Literatur, der am Ende seiner zweiten und eigentlich letzten Wahlperiode steht. Man kann das auf verschiedene Weisen leben. Hier war es wohl so, dass die eine in harter täglicher Arbeit die viel gelobte Leistungsfähigkeit der DFG als der zentralen Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland im Lichte der Öffentlichkeit sichergestellt ...

#9 -

Concerned Citizen | Do., 15.11.2018 - 09:10
War es nicht Frau Dorothee Dzwonnek, die die Genderthemen bei der DFG so weit getrieben hat? Hoffentlich wird Ihr Weggang dazu führen, dass die DFG wieder mehr auf Leistung und weniger politisch auf Geschlecht schaut. Forschung nicht Politik sollte das Geschäft der DFG sein.

#10 -

Edith Riedel | Do., 15.11.2018 - 13:53
Danke, veritas, für den differenzierten Kommentar! Der Kommentar von Concerned Citizen scheint mir recht gut zu illustrieren, warum die Generalsekretärin vielleicht aneckte: Einsatz für die Gleichstellung wird in der Wissenschaft immer noch viel zu häufig als Bedrohung gesehen und wo es nur geht zerschlagen. Schade!

#11 -

Carl Wechselberg | Do., 15.11.2018 - 15:30
Dort, wo die DFG gegenüber politischen Autoritäten Stärke zeigen müsste, siehe bspw. die desaströse Entscheidung zu den Exzellenzclustern, ist sie erbärmlich schwach. Wo sie gesellschaftlichen Einfluss und Transparenz zulassen müsste, schottet sie sich selbstgefällig ab. Sie verteilt ja das Geld. Das System DFG ist in einer beispiellosen Krise und steht damit stellvertretend für den Zustand des tradierten deutschen Wissenschaftssystems: Autoritär, selbstreferenziell, altbacken. In diesem Kontext ist die Generalsekretärin nur ein nachrangiges Bauernopfer im ständischen Ränkespiel. In diesem System ist klar, dass die alten Männer bleiben und die Frau über Bord geht. Zeit für einen wirklichen Neuanfang.

#12 -

JimKnopf | Fr., 16.11.2018 - 10:46
Zunächst: ich lese aus den giftigen Formulierungen des DFG-Präsidenten eine enorme Kränkung, schlechte Absichten und eine nachtragende Verletzung der Persönlichkeit Frau Dzwonneks. Sie ist böswillig formuliert und will der Person über das Ausscheiden öffentlichen Schaden zufügen, sie zur Schau stellen, sie schwächen.



Gerade mit Blick auf die Schärfe der Formulierung ließe sich fragen, was zum Eklat geführt bzw. sich latent angestaut hat. Mitte September traf sich das DFG Präsidium in München bereits zu einer Krisensitzung, zuvor war Wolfgang Ertmer als Vizepräsident zurückgetreten, und wenn man weiter zurückgehen würde, müsste die schwierige Beziehung zwischen Dzwonnek und dem ehem. DFG-Präsidenten Matthias Kleiner ...

#13 -

Szenenkenner | Sa., 17.11.2018 - 17:58
Das war's...ein Paukenschlag und die starre, von Bund und Ländern finanzierte DFG lässt einen Wissenschaftler der mittelalterlichen Geschehnisse im Glanz erscheinen.

Dorothee Dzwonnek muss das Feld räumen; ihre aufopferungsvollen Versuche, die ideenlose DFG und ihre semiprofessionelle Verwaltung voranzutreiben, wurden mit der Machete gekappt. So macht man es im Garten-man schneidet starke Triebe einer Pflanze um schwache Äste zu stärken. So etwas funktioniert vor allem wenn es keinen guten Gärtner gibt, der alles ausbalancieren würde. Der Gärtner bei der DFG wären Bund und Länder-doch die vertrauen der Machete. Einer der Vorredner fordert einen Neuanfang. Ja bitte!

#14 -

Interessierte … | Sa., 17.11.2018 - 18:47
Einträge, die kritisch das Führungsverhalten der Ex-Generalsekretärin fokussieren, sind wegmoderiert. Das mag an drastischen Formulierungen wie zum Beispiel „Arroganz“ oder finanzielle „Eskapaden“ liegen. Diese sind beleidigend. Aber so einiges, was hier dem Präsidenten ins Stammbuch geschrieben wird, ist nicht weniger beleidigend. Interessant ist auch die Beobachtung, dass der Blog, seitdem er moderiert wird, eine klare Linie der Bewertung hat. Gibt es keine kritischen Hinweise mehr auf mögliche Führungsprobleme auf Seiten von Frau Dzwonnek? Oder sind die Moderationsregeln so, dass eine vielschichtige Diskussion auf Linie gebracht wird? Liegt es am IT-Programm, dass veröffentlichte Beiträge gelöscht sind, die Nummerierung der Beiträge jedoch ...

#15 -

Jan-Martin Wiarda | Sa., 17.11.2018 - 20:55
@Interessierte Beobachterin

In einem Punkt haben Sie Recht. Ich habe keine expliziten Moderationsregeln, weil diese bislang nicht nötig waren. Ich schätze die LeserInnen meines Blogs sehr, weil sie bei allen Meinungsverschiedenheiten einen fairen und respektvollen Ton einhalten. Leider ist dies im Fall der Causa Dzwonnek nicht der Fall. Ich habe das anfangs unterschätzt und zu spät mit dem Moderieren angefangen. Offenbar gehen die internen Wogen in der DFG sehr hoch, das kann man aus dem Ton ablesen. Aber auch, dass es einige Leute gibt, die aus der Anonymität heraus gern Beleidigungen formulieren. Also zu den Regeln. Kritik: sehr gern. Beleidigungen ...

#16 -

interessierte … | So., 18.11.2018 - 11:26
Sehr geehrter Herr Wiarda,

haben Sie Dank für Ihre klärenden Worte. Ich kann Ihre Position nun gut verstehen.

Grobe Beleidigungen gehören m.E. völlig zu Recht aus der Öffentlichkeit verbannt. Wechselseitiger Respekt sollte in jedem Konflikt gewahrt bleiben.

Es gibt jedoch auch eine Form von Beleidigungen, die subtiler gebaut, aber nicht weniger diskreditierend ist. Ich meine damit Formulierungen wie der „Admiralspräsident (der) (…) von Land aus das eigene Flaggschiff versenkt.“ Die ‚Sachaussage‘ spielt mit dem Ehrenkodex, dem zu Folge der Kapitän als letzter das Schiff zu verlassen hat. Oder der Hinweis auf den „Professor der Mitteldeutschen Literatur“ vs. „Topmanagerin“, das erinnert ...

#17 -

Jan-Martin Wiarda | So., 18.11.2018 - 22:29
@ Interessierte Beobachterin

Vielen Dank für Ihre Einschätzung. Ich kann Ihnen versichern, und das ist irgendwann dann auch ermüdend, dass ich mich bemühe, beim "Moderieren" so fair zu sein, wie es nur geht, und zwar allen Akteuren gegenüber gleichermaßen, und gleichzeitig so viel an (womöglich auch scharfer, aber eben nicht menschlich herabwürdigender) Kritik stehen zu lassen wie möglich.



Wie gesagt: Es stimmt mich traurig, dass das bei diesem Thema überhaupt nötig ist. Im Einzelfall können Sie natürlich zu anderen Ergebnissen kommen, ob ich beim Moderieren die richtigen Entscheidungen treffe oder nicht.



Ich habe jedenfalls keinerlei persönliche Tendenz in der Angelegenheit ...

#18 -

Insiderin | Mo., 19.11.2018 - 09:40
Ich stimme Vorrednern zu.Bei Frau Dzwonnek stellte man seit Jahren ein Einkapseln fest,wenige interne Verbündete,in Hausauftritten voll Süffisanz. Eine Großspurigkeit ohnegleichen, schade dass niemand Aussenstehendes dieses grausige Betriebsklima mitbekommen hat. Bitte Menschlichkeit komme zurück...

#19 -

Joachim Treusch | Di., 20.11.2018 - 18:16
Eine persönliche Bemerkung aus der Erfahrung von fast vier Jahren enger Zusammenarbeit: Die Intelligenz, die Tatkraft und der an der jeweiligen Zielerreichung orientierte Ehrgeiz von Dorothee Dzwonnek waren und sind eine Herausforderung. Wir haben sie gemeinsam, soweit ich das beurteilen kann, glänzend bestanden. Ihre fachlichen Kenntnisse waren über das juristische und kaufmännische hinaus so ausgeprägt und genau, wie ich das in vergleichbaren Situationen kaum je erlebt habe. Ihre absolute Loyalität war ein Geschenk, für das ich noch heute dankbar bin. Ihre Mitarbeiterführung war fordernd, fördernd und extrem fair. Sie hat in Jülich Freunde hinterlassen und in der wissenschaftlichen Community auch ...

#20 -

MAS | Mi., 21.11.2018 - 16:28
Letztlich ist klar, daß es menschelt und hier zwei Personen miteinander nicht zurechtkommen, vielleicht auch Beschäftigte der DFG-geschäftsstelle. Ein Nachbohren nach den Gründen im Detail führt m.E. ganz schnell in Tratsch und Klatsch und tut letztlich für die Wissenschaft nichts zur Sache. Deswegen höre ich auch nicht den "Paukenschlag" so laut. Vielleicht bin ich naiv, vielleicht schlicht ahnungslos, weil ich Frau Dzwonneks Rolle nicht klar überblicke (Für welche Schwerpunkte innerhalb der DFG stand sie? Als Geisteswissenschaftler frage ich mich, ob sie etwas für die Stärkung der Geisteswissenschaften getan hat. Ist sie für Fehlentwicklungen in der DFG verwantwortlich oder hat sie ...

#21 -

Eberhard Jaeschke | Mi., 21.11.2018 - 19:03
In ihrer Zeit im Düsseldorfer Ministerium und später als Kanzlerin der Universität Dortmund war es Frau Dzwonnek, die bei Problemen entschlossen und mit Tatkraft intelligente Lösungen fand. In vielen Sitzungen des Kuratoriums der Synchrotron Strahlungsquelle DELTA setzte sie, auch bei schwererer See, immer den rechtweisenden Kurs zum Erfolg.

Damals in Dortmund hatte ich Frau Dzwonnek erstmals getroffen, und ich bin heute für viele Jahre der Freundschaft dankbar! Mir fehlt jedes Verständnis, dafür, was die DFG hier umtreibt.

#22 -

Dieter Richter | Do., 22.11.2018 - 09:48
Ich habe Frau Dzwonnek in Ihrer Zeit am Forschungszentrum Jülich als ausserordentlich engagierte Forschungsmanagerin kennen gelernt. Frau Dzwonnek hat sehr viel zur Erfolgsgeschichte der deutschen Neutronenforschung am Forschungsreaktor in Garching beigetragen. Ohne Ihre dauernde Unterstützung wäre heute Jülich nicht wichtiger Partner am Heinz Meier-Leibnitz Zentrum in Garching, das die Kompetenzen von Universität und Helmholtz Gemeinschaft fokussiert und das heute ein herausragendes Beispiel für gelungene Forschungskooperation zwischen Universität und außeruniversitärer Forschung ist. Nach meinen Erfahrungen mit Frau Dzwonnek kann ich das Geschehen in der DFG in keiner Weise verstehen.

#23 -

Kopfschüttler | Do., 22.11.2018 - 10:00
Was bleibt, ist auf jeden Fall eine beschädigte DFG – unsere wichtigste Förderorganisation und ein Reputationsschaden in der Politik für „die Wissenschaft“ an sich. Alle Beteiligten müssen sich fragen, warum es nicht gelungen ist, in ein Gespräch über die Spannungen und Vorwürfe zu kommen, das eine Bereinigung oder eine gütliche Trennung ermöglicht hätte. Die DFG ist ja nicht die einzige Organisation der „Allianz“, in der die „Nummer Zwei“ in den letzten Wochen oder Jahren aus dem Amt gedrängt wurde, aber alle anderen haben es mit mehr oder weniger Anstand recht geräuschlos geschafft. War hier ein „Sieg um jeden Preis“, ein ...

#24 -

HS | Do., 22.11.2018 - 18:46
Ohne Beispiel scheint mir, wie hier eine herausragende Persönlichkeit aus der wichtigsten Forschungsförderungsoeganisation heraus gedrängt worden ist. War der Konflikt, der voraus ging, auch ohne Beispiel? Ließ er sich wirklich nicht anders lösen? Im Ergebnis sind wohl alle Beteiligten beschädigt.

Ich habe den beruflichen Werdegang von Dorothee Dzwonnek über zwei Jahrzehnte verfolgen können, einige Jahre auch durch enge Zusammenarbeit. Die dabei gesammelten Erfahrungen mit Dorothee Dzwonnek lässt mich die Einschätzung von Joachim Treusch voll unterstreichen. Immer war für Frau Dzwonnek Sachorientierung und Zielerreichung vorrangig. Sie hat sich ihrer jeweiligen Aufgabe mit selten gekanntem Engagement gewidmet. Sie war nicht ohne Ehrgeiz, ...

#25 -

Georg Krausch | Do., 22.11.2018 - 19:25
Herzlichen Dank an Joachim Treusch für die klaren Worte, die mir aus dem Herzen sprechen. Viele von uns, die im deutschen Wissenschaftssystem Verantwortung übernommen haben, haben Dorothee Dzwonnek als kompetente, verlässliche und im persönlichen Umgang angenehme und loyale Kollegin kennen- und schätzen gelernt. Und viele von uns haben die jüngste Entscheidung aus diesem Grund weder verstehen noch einordnen können.



Ungeachtet dessen gehört es aber zu den Spielregeln demokratisch verfasster Gemeinschaften, dass Verantwortung für bestimmte Entscheidungen an Einzelne übertragen wird. Dazu gehören insbesondere auch Personalia, die aus gutem Grund nicht in großer Runde verhandelt werden. Dabei sind Fehlentscheidungen genauso wenig auszuschließen ...

#26 -

Veritas | Fr., 23.11.2018 - 11:00
Nun ist die Katze aus dem Sack und ein Stück Transparenz geschaffen. DFG-Präsident Strohschneider hat aktuell auf der Betriebsversammlung der DFG erklärt, worum es ihm eigentlich geht: Die Satzung der DFG soll geändert werden. Der Posten der Generalsekretärin mit Sitz im zweiköpfigen Vorstand wird gestrichen. Stattdessen soll ein „Verwaltungsleiter“ eingesetzt werden. Ob die DFG mit diesem Schritt hin zu einer rein präsidialen Struktur der 60er Jahre gut beraten ist, sei zunächst dahingestellt, zumal die Mitgliederversammlung erst vor 4 Jahren eine umfassende Satzungsreform beschlossen hat. In der „Causa Dzwonnek“ ist damit nun offensichtlich, dass es nicht um die Person ging, sondern ...

#27 -

Gerd Eisenbeiß | Sa., 24.11.2018 - 00:48
Ich teile Joachim Treuschs Würdigung in jedem Punkt und jedem Komma und allem, was dazwischen steht. Seite an Seite mit Dorothee Dzwonnek Wissenschaft und Forschung betreut zu haben, gehört zu meinen erfreulichstenBerufserfahrungen

#28 -

Korrektur | Sa., 24.11.2018 - 12:09
Hallo, das ist nicht ganz korrekt. Geändert werden soll vielleicht die Geschäftsordnung für den Vorstand. Bis dahin soll ein kommissarisches Team die Verwaltungsgeschäfte leiten.

In der Tat geht es aber Richtung Präsidialstruktur. Aber ein so großer Laden wie die DFG erfordert auch eine klare Hand. Da passt es nicht wenn zwei Alphatiere Machtspielchen betreiben. Ich kann das Hauen mit der Faust auf den Tisch durch den Präsidenten verstehen,

#29 -

Uli Schurr | Sa., 24.11.2018 - 16:58
Ich habe Dorothea Dzwonnek als sehr verlässliche und persönlich höchst integre Persönlichkeit und umtriebige, zukunftsorientierte Wissenschaftsmanagerin kennengelernt. In meiner Erfahrung hat Sie sich immer für Ihre Mitarbeiter und Kollegen eingesetzt. Sie hat viele große Impulse im Verlauf ihrer verschiedenen Funktionen (auch aber bei weitem nicht nur als DFG-Gemeralsekretärin) und unzählig viele kleinere Impulse (im persönlichen Gesprächen, als Mentorin und als stetes kompetente, umsichtige und integre Persönlichkeit) ins Deutsche Wissenschaftssystem gegeben. Dorothee Dzwonek hat das deutsche Wissenschaftssystem maßgeblich zum Besseren entwickelt und modernisiert. Ich hoffe, dass sie das zukünftig weiter und wieder machen kann. Was da bei der DFG los war, ...

#30 -

Christian Elger | So., 25.11.2018 - 20:14
Ich kenne die DFG aus verschiedenen Perspektiven (Antragsteller, Sprecher eines SFB, Fachkollegiat, Gutachter von SFBs, etc.) und ich bin freundschaftlich mit Frau Prof. Dorothee Dzwonnek. verbunden.

Für engagierte Wissenschaftler ist die DFG das Maß der Dinge. Eine Förderung durch die DFG "adelt".

Die Entscheidung sich von Frau Dzwonnek zu trennen, bedauere ich zutiefst. Die Wissenschaft entwickelt sich mit rasanter Beschleunigung. Die Entwicklung der DFG - wichtigste Mittler zwischen Geldgeber und Geldempfänger in Deutschland - läuft nicht parallel. Wer Frau Dzwonnek kennt und wer - wie ich - viel mit ihr über Wissenschaftsförderung diskutiert hat, realisierte rasch, dass die notwendige Evolution ...

#31 -

Insiderin | Fr., 30.11.2018 - 12:41
Mir wurde von einer DFG-Sitzung am heutigen Freitag mit weit über 100 internen Teilnehmern berichtet. Die Stimmung war wohl sehr gelöst. Der Präsident habe eingangs ausgeführt,dass es ab sofort wieder erlaubt sei,Fehler zu machen und über einen Diskurs in eventuelle neue Richtungen zu gehen. Die Angst bei den Mitarbeitenden sei erkennbar verschwunden gewesen.

#34 -

Jan-Martin Wiarda | Di., 26.02.2019 - 17:12
Ich bitte weiterhin alle KommentatorInnen, bei diesem Thema eine gültige Mailadresse zum Kommentar hinzuzuliefern oder mir parallel eine Mail zu schicken, wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Mailadresse hier auftaucht. Ansonsten wird der Kommentar nicht veröffentlicht. Vielen Dank!

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.