Sie haben Wort gehalten
Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten im Sommer offene Kitas und Schulen zu den Prioritäten in der Corona-Pandemie erklärt. Die heute getroffenen Beschlüsse zeigen, so hart sie sind: Die Politik hat ihre Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen wahrgenommen.

Unter anderem die Restaurants müssen schließen, damit Kitas und Schulen offenbleiben können. Foto: maxmann / cc, pixabay .
SO SCHWIERIG UND EINSCHNEIDEND die Entscheidungen sind, die Bund und Länder heute getroffen haben, so ist es doch auch ein Tag, ein Stückweit stolz zu sein auf dieses Land und die Politiker, die es führen.
Im Frühjahr waren Bildungseinrichtungen die ersten, die geschlossen wurden. Eine Woche vor dem allgemeinen Shutdown. Und als die Gesellschaft Schritt für Schritt wieder hochgefahren wurde, waren Kitas und Schulen mit die letzten, die in einen neuen Alltag unter Corona-Bedingungen starten durften.
Jetzt gehören die Kitas und Schulen zu den wenigen gesellschaftlichen Institutionen, die offen bleiben sollen, wenn Deutschland am 02. November in eine vierwöchige weitgehende Zwangspause geht. So haben es die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten bei ihrer Videoschalte am Nachmittag beschlossen, so haben es Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei der anschließenden Pressekonferenz verkündet.
Zwar ist noch nicht im Detail klar, was mit den "erforderlichen" – offenbar zusätzlichen – "Schutzmaßnahmen" an den Bildungseinrichtungen gemeint ist, über die laut Beschluss die Länder entscheiden sollen. Hier kann und wird es in den nächsten Tagen noch ruckeln, hier können unter Umständen von Land zu Land unterschiedliche Wege verfolgt werden. Doch das politische Signal, das "Wir haben gelernt" ist eindeutig: Es bleibt beim täglichen Präsenzbetrieb.
Gelernt haben die Regierungschefs, dass die bildungspolitischen und sozialen Folgen von Kita- und Schulschließungen extrem hoch sind – so hoch, dass sie unbedingt zu vermeiden sind. Im Frühjahr war das anders. Im Frühjahr sprach Markus Söder im Zusammenhang mit Kindern von " Micky-Maus-Politik ", die ...
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Kommentare
#1 - Zitat: "Es sind Gewaltübergriffe gegen Frauen und Kinder…
Also wenn ich das richtig verstehe, dann haben wir das Problem, dass Männer in der Pandemiesituation verstärkt gewalttätig werden, und zwar gegenüber Kindern und gegenüber Frauen. Das ist eine unbestrittene Tatsache, und eine furchtbare.
#2 - Das sagte gestern Herr Ministerpräsident Kretschmann bei…
"Kretschmann: "Nein, davor habe ich keine Angst. Das ist begrenzt, das hört auch mal wieder auf. Spätestens, wenn der Impfstoff kommt und wir alle geimpft sind. Keiner muss Angst haben, wir machen so weiter. Das werden wir auf jeden Fall nicht tun!" Schließlich würden rund 200 Firmen derzeit an einen Impfstoff entwickeln. "Damit ist der Zauber endlich rum".
Was ist bitte der Plan B, wenn es keinen hochwirksamen Impfstoff geben wird? Die Pharma-Firmen versprechen kleine Wunder, welch Wunder...
Werden wir nun immer wieder jahrelang zermürbend immer wieder in einen Ausnahmezustand gehen, wenn ...
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