Wer das Problem Lehrermangel lösen will, muss das Problem Lehramtsstudium lösen
Fast die Hälfte der Lehramtsstudenten geht in der Ausbildung an den Universitäten verloren, zeigt eine Analyse. Woraus folgt: Es braucht nicht nur mehr, es braucht vor allem bessere Studienplätze für Lehrer.

Foto: Martin Kraft , CC BY-SA 3.0 .
DIE AHNUNGSLOSIGKEIT vieler Universitäten ist atemberaubend. Inmitten des größten Lehrermangels seit Jahrzehnten können sie oft nicht sagen, wie viele ihrer Lehramt-Studienanfänger bis zum Abschluss kommen – geschweige denn, warum sie zu welchem Zeitpunkt entscheiden, doch nicht Lehrer zu werden.
Der Stifterverband spricht von einer "großen Forschungs- und Datenlücke", die es zu füllen gelte, "denn nur auf Basis belastbarer Befunde können bildungspolitische Maßnahmen ergriffen werden, die letztendlich einen Bildungsnotstand verhindern."
Vielleicht wollen viele Verantwortliche in Hochschulen und Politik es auch gar nicht so genau wissen, denn die wenigen bekannten Zahlen sind atemberaubend. In so seltener wie beispielhafter Transparenz haben Bildungsforscher der Universität Rostock im Auftrag der Landesregierung ermittelt , dass je nach Schulform, Schulfach und Uni zwischen 20 und 83 Prozent der Lehramtsstudierenden in Mecklenburg-Vorpommern zwischendrin verloren gingen – besonders groß sei die Schwundquote ausgerechnet in den MINT-Fächern.
Der Stifterverband zeigt nun mit seinem erstmals recherchierten " Lehrkräftetrichter ", dass ...
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Kommentare
#1 - Die Zahl erscheint hoch, aber wie ist der Vergleich mit…
#2 - Viel ist derzeit davon die Rede, die Menge derjenigen zu…
Gerade letzter Punkt dürfte jeden, der in den letzten Jahren Schulen von innen erlebt hat, doch skeptisch stimmen. Denn ...
#3 - Noch mehr für die Beratung und Betreuung der Studierenden…
#4 - Im Lehramt gilt das WissZVG genauso wie in allen anderen…
Die Folgen:
i) Befristetes Personal (80-90% der Wiss. Mitarbeiter sind befristet). - Gute Lehre braucht aber gute Arbeitsbedingungen.
ii) Trotz Befristung lehren die meisten WiMis in der Lehramtsausbildung auf Hochdeputatsstellen (bei uns 11 LVS pro Semester). - Gute Lehre braucht aber gute Betreuungsrelationen.
iii) Das Lehrpersonal besteht fast ausschließlich aus Berufsanfängern. (Docs&Postdocs): Denn wer nach max. 6+6 Jahren keine Professur bekommt, fliegt aufgrund des WissZVG (und in Ermangelung alternativer Karrierewege zur Professur) raus. - Gute Lehre braucht aber erfahrenes Personal.
iv) Für eine erfolgreiche Bewerbung auf eine Professur ...
#5 - Das Problem "Lehrermangel" wird durch Erziehung der Kinder…
#6 - Leider ist Lehrer/in Beruf sinnlos, weil große Teil…
#7 - @Doris Hoene: ich sehe das mit dem ganzen Assessment und…
#8 - Zu den Abbrecherquoten: Das Lehramtsstudium ist meiner…
#9 - Mein Lehramtsstudium war gut (GHR+Sonderpädagogik). Das…
Die Bezirksregierung meinte aber nun,dass ihr ein Fehler unterlaufen sei,als sie mir die befristete Unterrichtsgenehmigung erteilten,weil ich ja damalig meinen Vorbereitungsdienst gekündigt habe.
Fazit: Am Montag beginne ich als studierte Sonderpädagogin mit Masterabschluss einen neuen ...
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