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Was Hochschulleitungen leisten können – und was nicht

Inmitten der aufgeregten politischen Debatten stehen Rektorate und Präsidien unter Druck, Partei zu ergreifen. Doch sie können und sollten nicht stellvertretend für Politik agieren. Ein Gastbeitrag von Ute Clement und Sonja Buckel.

UNIVERSITÄTEN SIND NICHT NUR Orte der Erkenntnis und des Wissenserwerbs. Sie sind auch öffentliche Räume, in denen junge Menschen sich und ihre Erkenntnisse aus dem Studium in gesellschaftlichen Debatten erproben. In Zeiten multipler Krisen und aktuell ganz besonders durch den Krieg in Nahost, werden gerade hier gesellschaftliche Konflikte sichtbar – entschiedener und lauter als dies an anderen Orten der Fall ist. Mitunter werden dabei rote Linien der Diskussion überschritten, sowohl inhaltlich, wie auch in der Form der Interaktion. Jeweils im Einzelfall muss abgewogen werden, welche Proteste es auszuhalten und wo es einzugreifen gilt.

Hochschulleitungen haben die Aufgabe, solche politischen Auseinandersetzungen zu begleiten, sie in Dialoge zu überführen, den Wert differenzierter Sichtweisen und unterschiedlicher Perspektiven zu betonen und Grenzen zu setzen, wo dies nicht möglich ist bzw. Recht gebrochen wird. Doch der Raum für differenzierte politische Diskurse an Universitäten erodiert ebenso, wie dies in anderen öffentlichen Räumen der Fall ist. Auseinandersetzungen finden nicht mehr im geschützten Diskursraum statt, sondern werden schonungslos ...

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Kommentare

#1 -

Hmm | Sa., 11.05.2024 - 21:35
Der Beitrag bleibt sehr abstrakt. In dieser Form kann man natürlich leicht zustimmen. Spannend wird es aber, wenn es ans Konkrete geht. Etwa die jüngsten Auseinandersetzungen an den Berliner Universitäten. Wie würden die Autorinnen denn nun ihr Haltung im Fall der FU Berlin und der HU Berlin konkretisieren?

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